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Russische Panzer. Quelle: ZDF
Sowjetische Panzer in Afghanistan

Jäger verlorener Schätze: Die goldene Aphrodite

Kriegswirren in Kabul

Das Verschwinden des Schatzes

Im Dezember 1979 rücken sowjetische Truppen in Afghanistan ein. Nur ein "kurzer Krieg hinter dem Flüsschen" - heißt es in Moskau. Doch islamische Glaubenskrieger leisten erfolgreich Widerstand.

 
 
 
 

Auch in Tillya-tepe drohten Kämpfe. Sarianidi soll das Gold nach Kabul bringen.

 

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Archäologe Viktor Sarianidi über seine Rettungsaktion:

"Wir waren darauf überhaupt nicht vorbereitet. Wir hatten ja nicht mal Verpackungsmaterial. Keine Kisten. Keine Watte. Nichts. Wir sind durch die Gegend gerannt und haben uns alles mühsam zusammengebettelt. Haben Ärzte gefragt und so weiter. Es war Panik und Chaos. Irgendwie haben wir es aber geschafft. Alles Gold wurde in Kisten verstaut - so gut es eben ging. Um es nach Kabul ins Museum zu bringen.
Keiner von uns hat damals gedacht, dass wir nie wieder zurückkommen würden. Es gab ja noch weitere Gräber. Wahrscheinlich eben so reich und wissenschaftlich bedeutend. Natürlich wollten wir im nächsten Jahr weitermachen."

Trümmer. Quelle: ZDF
ZDF
Bombentrichter in Kabul

Alarmierende Nachrichten

Die Hauptstadt Kabul scheint sicher. Der Regierungssitz von Präsident Karmal, einem Freund der Sowjetunion. In der Stadt ist wenig vom Krieg zu spüren. Aber die Nachrichten werden immer alarmierender. Und dann explodieren die ersten Raketen in Kabul. In Bombentrichtern graben die Bewohner nach den Resten ihres Besitzes. Ist auch der Schatz von Tillya-tepe gefährdet? Von Granaten vernichtet?

 

Infobox

Viktor Sarianidi über eine böse Vorahnung:

"Ich war von Anfang an der Meinung, wir hätten den Fund offiziell der sowjetischen Regierung übergeben sollen. Zur zeitweiligen Aufbewahrung. Bis die Zeiten wieder ruhiger sind. Und um ihn in Ruhe untersuchen zu können. Ich hatte wirklich eine böse Vorahnung. Und die hat sich dann ja auch bewahrheitet."

 

Viktor Sarianidi versucht den Schatz zu retten, hält Reden und schreibt an die UNESCO. Er schlägt vor, den Goldschatz bis zum Ende des Krieges in ein neutrales Land zu überführen. Doch der Schatz verschwindet in den Wirren der Kämpfe. 1989 ziehen sich die Sowjets geschlagen aus Afghanistan zurück. An der Grenze werden sie trotzdem wie Sieger empfangen. Aber der Bürgerkrieg ist nicht zu Ende. Verfeindete Parteien kämpfen um Kabul. Legen die Stadt in Trümmer. Auch das Museum wird getroffen. Die Eroberer Kabuls wechseln. Jeder nimmt, was er kriegen kann. Auch das Museum bleibt nicht verschont.

Russische Panzer. Quelle: ZDF
ZDF
Drei Jahre nach dem Abzug der Russen rüsten die Mudschahhiddin zum Sturm auf Kabul

Wechselnde Machthaber

1992 rüsten die Mudschahhiddin zum Sturm auf Kabul. Bei einem Bombenangriff wird auch das Nationalmuseum schwer beschädigt. Die sieben Kisten überstehen die Attacke unbeschadet im Keller des Präsidentenpalais. Doch der Palast wird wenig später von den Mudschahiddin gestürmt, die Nadschibullah gestürzt. 1996 wechseln in Kabul erneut die Machthaber: die Taliban rücken ein. Sie behaupten, die Kisten seien an einem sicheren Ort. Doch gezeigt haben sie das Gold bisher niemanden.

 

Der ehemalige Direktor des Museums von Kabul lebt im Exil in Peshawar. Er sei sich sicher, dass die Russen nichts von dem Schatz mitgenommen haben. Alles, was noch übrig ist, meint er, liege im Safe des Präsidentenpalastes in Kabul, aber das seien wohl nur noch Kleinigkeiten. Auch der Kulturbeauftragte der früheren Regierung befürchtet, dass der Schatz für immer verschwunden bleibt.

 
 
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