Seit Jahren ist Veronica Ferres eine der profiliertesten und beliebtesten Schauspielerinnen Deutschlands. Ab dem 8. Oktober ist sie nun im Film "Unter Bauern" im Kino zu sehen. Das Werk erzählt die wahre Geschichte von Marga Spiegel, die mit ihrer Familie während der NS-Zeit von mutigen Bauern vor der Deportation durch die Nazis gerettet wurde. Am 3. Oktober sind Veronica Ferres und Marga Spiegel gemeinsam als Wettpatinnen bei Wetten, dass..?.
Veronica Ferres studierte Germanistik, Psychologie und Theaterwissenschaften an der Ludwig-Maximilians- Universität in München und nahm nebenbei Schauspielunterricht. 1985 gab sie in August Everdings "Bernauerin" an der Bayerischen Staatsoper ihr Bühnendebüt und stand 1986 in Ulf Miehes Kinokomödie "Der Unsichtbare" erstmals vor der Kamera. Danach folgten eine Hauptrolle in "Die zweite Heimat" von Edgar Reitz sowie zahlreiche Engagements am Landestheater Coburg, am Bayerischen Staatstheater (Münchner Residenztheater) und für Film und Fernsehen.
Der große Durchbruch gelang ihr 1991 in Helmut Dietls "Oscar"-nominierter Satire "Schtonk!". 1994 besetzte Hollywood-Regisseur Marvin J. Chomsky Veronica Ferres für den Mehrteiler "Katharina die Große". Danach sah man sie 1995 als "Superweib" in Sönke Wortmanns Verfilmung von Hera Linds gleichnamigem Bestseller. Für seine mit vier Filmpreisen ausgezeichnete Kinosatire "Rossini" holte Helmut Dietl sie 1996 erneut vor die Kamera.
2000 kehrte Veronica Ferres nach einer Reihe von internationalen Produktionen zu ihren Theaterwurzeln zurück. Am Bayerischen Staatstheater, spielte sie die weibliche Hauptrolle in "Die Kassette". Bei den Salzburger Festspielen war sie von 2002 bis 2004 als "Buhlschaft" in Christian Stückls Neu-Inszenierung von Hugo von Hofmannsthals Bühnenklassiker "Jedermann" zu sehen.
Für ihre Rolle der alkoholkranken Heinrich-Mann-Gefährtin Nelly in dem ARD-Dreiteiler "Die Manns" erhielt Veronica Ferres 2002 den Adolf- Grimme-Preis in Gold, den Bayerischen Fernsehpreis sowie die "Romy" für die beliebteste Schauspielerin des Jahres in Österreich. Für ihre Rollen in "Annas Heimkehr", "Für immer verloren" und "Stärker als der Tod" wurde sie mit dem Bayerischen Fernsehpreis 2004 ausgezeichnet. 2005 überzeugte Veronica Ferres an der Seite von Jean-Hugues Anglade im internationalen Zweiteiler "Kein Himmel über Afrika", für den sie im Januar 2005 den "DIVA - Hall of Fame - German Award" entgegen nahm. Mit der internationalen Kino-Koproduktion "Klimt", in der sie als weibliche Hauptdarstellerin neben John Malkovich spielt, war sie im Frühjahr 2006 in den Kinos zu sehen.

2006 folgte der Kinofilm "Die wilden Hühner", der 2007 und 2009 mit "Die wilden Hühner und die Liebe" und "Die wilden Hühner und das Leben" fortgesetzt wurde. 2007 lief der historische TV-Zweiteiler "Neger, Neger Schornsteinfeger nach dem Bestseller von Hans-Jürgen Massaquoi mit Veronica Ferres in der Hauptrolle im ZDF. Ebenso war sie in dem für die ARD gedrehten Spielfilm "Vom Ende der Eiszeit" von Friedemann Fromm zu sehen sowie in dem unter der Regie von Dieter Wedel gedrehten Film "Mein alter Freund Fritz" an der Seite von Ulrich Tukur.
Der historische Zweiteiler "Die Frau vom Checkpoint Charlie" erzielte Topeinschaltquoten, und Veronica Ferres wurde mit dem "Deutschen Fernsehpreis als beste Hauptdarstellerin" und dem "Jupiter Award" ausgezeichnet. 2008 folgten Roland Susos Richters "Das Wunder von Berlin", der 2009 für den Grimme-Preis nominiert war, und der Krimi-Dreiteiler "Die Patin" (RTL). Anfang 2009 kam die deutsch-israelische Co-Produktion "Ein Leben für ein Leben" von Paul Schrader in die deutschen Kinos, in der sie neben Stars wie Jeff Goldblum, Willem Dafoe, Joachim Król und Moritz Bleibtreu vor der Kamera stand.
Im Winter 2008/ 2009 drehte Veronica Ferres in Südafrika mit internationaler Besetzung den Film "Geheimnis der Wale" an der Seite von Christopher Lambert. Aktuell steht Veronica Ferres für die Verfilmung des Amelie-Fried-Bestsellers "Rosannas Tochter" in München vor der Kamera.