Richard David Precht wurde 1964 in Solingen geboren und studierte Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte. 1994 promovierte er über Robert Musil.
1997 arbeitete er als Arthur-F.-Burns-Fellow in der Redaktion der "Chicago Tribune" und war 2000/2001 Fellow am Europäischen Journalistenkolleg in Berlin. Im Jahr 2000 wurde er mit dem Publizistikpreis für Biomedizin ausgezeichnet.
Als Essayist und Kolumnist ("Literaturen") publizierte er in deutschen Zeitschriften und Zeitungen, bis 2008 moderierte er das "Kritische Tagebuch" des WDR. 1997 erschien sein Buch "Noahs Erbe", das sich mit ethischen Fragen im Verhältnis von Mensch und Tier befasst. 1999 folgte ein mit seinem Bruder Jonathan geschriebener detektivischer Bildungsroman "Das Schiff im Moor", 2002 der Nachwende-Roman "Die Kosmonauten".
Auf gute Resonanz stieß seine 2007 vorgelegte Autobiografie "Lenin kam nur bis Lüdenscheid", die auch verfilmt wurde. Mit seinem Philosophiebuch "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?", das seit Jahren auf der Sachbuch-Bestsellerliste steht, begeisterte er Leser wie Kritiker. Auch seine Bücher "Liebe. Ein unordentliches Gefühl" und "Die Kunst, kein Egoist zu sein" waren große Bestsellererfolge. Seit Mai 2011 ist Precht Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg.