Seit Februar 2009 ist Karl-Theodor zu Guttenberg Bundesminister für Wirtschaft - der bisher jüngste in der Geschichte der Bundesrepublik. Am 3. Oktober nimmt er gemeinsam mit seiner Ehefrau Stephanie Platz auf der "Wetten, dass..?"-Couch.
Guttenberg wurde am 5. Dezember 1971 in München geboren und entstammt einem alten, im Jahr 1158 erstmals urkundlich erwähnten, fränkischen Adelsgeschlecht von Großgrundbesitzern aus dem Ort Guttenberg (Kreis Kulmbach). Nach dem Abitur leistete er seinen Wehrdienst und studierte anschließend an der Universität Bayreuth Rechtswissenschaften mit Prädikatsexamen und Politikwissenschaften in München.
Seine politische Laufbahn begann Guttenberg im September 2002 mit der Wahl in den Deutschen Bundestag. Dabei sicherte er sich für die Christlich-Soziale Union (CSU) im Wahlkreis Kulmbach mit 63 Prozent der Erststimmen klar ein Direktmandat. Nach nur drei Jahren im Parlament wurde er im Oktober 2005 nach der vorgezogenen Bundestagswahl zum Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Auswärtigen Ausschuss gewählt (bis November 2008). Die Unionsfraktion berief ihn zudem zu ihrem rüstungskontrollpolitischen Sprecher.
Im Dezember 2007 kandidierte Guttenberg erfolgreich für den Vorsitz des CSU-Bezirksverbandes Oberfranken. Dabei setzte er sich in einer Kampfabstimmung mit 58 Prozent der Stimmen überraschend gegen den Parlamentarischen Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Hartmut Koschyk, durch und trat die Nachfolge von Werner Schnappauf an. Spätestens jetzt galt Guttenberg als eine der großen CSU-Nachwuchshoffnungen.
Guttenbergs politischer Aufstieg erreichte nach der schweren Niederlage der CSU bei den Landtagswahlen am 28. September 2008 einen weiteren Höhepunkt. Nachdem die CSU ihre absolute Mehrheit verlor, traten sowohl Parteichef Erwin Huber, Generalsekretärin Christine Haderthauer als auch Ministerpräsident Günther Beckstein von ihren Ämtern zurück.
Horst Seehofer, der neue Ministerpräsident, holte Guttenberg als Generalsekretär in seine Führungsmannschaft. Vom Parteivorstand einstimmig bestätigt, trat er sein Amt am 3. November 2008 an. Sein Bundestagsmandat übte Guttenberg weiter aus. Als CSU-Generalsekretär gerade 100 Tage im Amt, setzte sich Guttenbergs Karriere im Februar 2009 mit der überraschenden Ernennung zum Bundesminister für Wirtschaft und Technologie fort.
Er war im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel mit 37 Jahren jüngster Wirtschaftsminister in der Geschichte der Bundesrepublik. Auf einem Landesparteitag der bayerischen CSU im Juli 2009 in Nürnberg wurde er zum Parteivorstand gewählt.
Guttenberg ist seit 2000 mit Stephanie Gräfin von Bismarck-Schönhausen (geb. 1976) verheiratet. Die Deutsch-Schwedin spricht fünf Sprachen fließend. Gemeinsam haben sie zwei Töchter, Anna und Mathilde. Das Ehepaar ist am 3. Oktober zu Gast bei Thomas Gottschalk in Freiburg und wird als Wettpaten-Team Platz auf der "Wetten, dass..?"-Couch nehmen.