Hawaii - ein Traumziel, dass an Hula-Tänzerinnen und Surferboys erinnert. Doch das Inselparadies mitten im Pazifischen Ozean ist weit mehr - fernab der Touristen-Hochburgen lässt sich ein unberührtes, ein wildes Hawaii entdecken.
4000 Kilometer vor der Küste Amerikas erstreckt sich ein gewaltiges Gebirgsmassiv im Pazifik. Seine Gipfel bilden Hawaii. Insgesamt 137 Inseln und Atolle gehören zum Archipel. Namensgeber und größte Insel ist Hawaii, auch Big Island genannt. Ihr folgen die Hauptinseln: Maui, Kahoolawe, Lanai, Molokai, Oahu, Kauai und Niihau. Ein Paradies, das noch immer wächst und sich verändert.
Der Vulkan Kilauea auf Big Island gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt. Er ruht nicht, er brodelt. Der "jüngste" Ausbruch dauert nun schon 26 Jahre an. Lavaströme schlagen immer wieder tiefe Schneisen in die Landschaft und verwandeln Ortszufahrten in Sackgassen. Oder sie verschlingen die Orte gleich ganz.

Denn die glühende Lava bahnt sich unentwegt ihren Weg zur Küste - nicht nur oberirdisch, sondern auch in unterirdischen Lava-Tunneln. Explodierend fliest sie ins Meer, erstarrt und schafft neues Land. In den letzten Jahrzehnten wuchs Big Island dadurch um 200 Hektar.Doch der brodelnde Vulkan Kilauea ist nicht das einzige Naturschauspiel auf Hawaii das sich hautnah erleben lässt.
Vor der Küste Big Islands leben gigantische Kreaturen, die nachts im Wasser lautlos ihre Kreise ziehen. Das nächtliche Fressen der Mantarochen lockt Taucher aus aller Welt nach Big Island.Wer die Giganten in freier Wildbahn erleben will, muss noch vor Sonnenuntergang aufbrechen. Tauchlehrer Jason bereitet alle auf die erste Begegnung vor und weiß, dass die Tiere ungefährlich sind, denn sie haben weder Zähne noch Stacheln.

Es ist ihre Größe von viereinhalb Metern, die sie so beeindruckend macht. Unter Wasser nutzen die Taucher Taschenlampen, in denen sich Plankton sammelt und die Mantarochen zum Fressen anlockt. In manchen Nächten versammeln sich bis zu 30 Tieren um die Taucher. Sportarten wie Tauchen sind sehr beliebt in Hawaii. Denn mit einer Küstenlänge von knapp 6000 Kilometern lädt das Insel-Paradies gerade zu zum Wassersport ein.
Eine Sportart, die das Lebensgefühl der Hawaiianer wie keine andere verkörpert ist das Surfen. Sie erfanden das Wellenreiten bereits vor über 1000 Jahren. Auf Bananenstämmen surften sie kniend oder stehend jede Welle und nannten diesen Sport "hee nalu" - "Wellengleiten". Die besten Wellen waren den Königen vorbehalten. Viele Legenden ranken sich um das Surfen: Zum Beispiel wie die schöne Maui-Fürstin Kalea während des Surfens gekidnappt wurde.

Geschichten wie diese wurden über Jahrhunderte hinweg durch den Hula-Tanz erzählt. Bis heute wird der Hula traditionell von einem kumu hula - einem Meisterlehrer - weitergegeben. Früher war es tabu auch nur einen Schritt oder eine Bewegung zu verändern. Denn wer den Tanz veränderte, schrieb die Geschichte um! Auch heute ist der Hula ein spiritueller Bestandteil der Kultur des Inselvolkes.
Doch die Hawaiianer pflegen nicht nur ihre eigenen Traditionen, sondern auch die anderer Länder - wie etwa Deutschland. Als Paul Kuhn einst sang "Es gibt kein Bier auf Hawaii" hat er sich kräftig geirrt, denn es gibt sehr wohl Bier auf Hawaii. Nicht nur Pils-Sorten wir "Longboard" und "Big Wave" überraschen die deutschen Touristen im fernen Hawaii, sondern auch ein Hefeweizen nach bayrischem Vorbild - Hula Hefeweizen versteht sich.

Und Brauerei-Direktor Rich Tucciarone ist stolz auf sein Hefeweizen mit Bananengeschmack, dass er nach einigen "Recherche-Reisen" nach Deutschland selbst kreiert hat. Denn es ist ein Champion: Bereits fünfmal wurde Hula Hefeweizen von Big Island zum besten Weizenbier im Pazifik-Raum gekürt. Eine klare Kampfansage der hawaiischen Bierbrauer an Deutschland.