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Philosophisches Quartett

 
25.03. und 13.05.2012
Alan Posener. Quelle: Jenny Posener
Alan Posener, streitbarer Journalist

Porträt

Alan Posener

Unangepasster "Welt"-Korrespondent

Alan Posener wurde 1949 als Sohn eines deutschen Juden und einer Engländerin in London geboren. Dem anschließenden Aufenthalt im malaysischen Kuala Lumpur folgte der Besuch eines Internats in Ipswich (Schottland). Nachdem er mit dem einst vor den Nazis geflüchteten Vater nach Berlin zurückgekehrt war, bestand er hier 1969 das Abitur.

 
 
 
 

Während seines Studiums der Germanistik und Anglistik, war Alan Posener Kader im Kommunistischen Studentenverband und der maoistischen KPD. Zu seinem eigenen Erstaunen wurde er dennoch Studienrat unter anderem am Kant-Gymnasium in Berlin.

Buchcover "John Lennon" von Alan Posener. Quelle: Rowohlt Verlag
Rowohlt Verlag
1987 erschien Poseners Lennon-Biografie.
Buchcover "Benedikts Kreuzzug" von Alan Posener. Quelle: Ullstein Verlag
Ullstein Verlag
In "Benedikts Kreuzzug" kritisiert Posener den Papst.

Kollegen- und Papst-Schelte

Den Schuldienst verließ er jedoch wieder "aus Langeweile", stattdessen schrieb Posener erfolgreiche Bücher über William Shakespeare, Franklin Roosevelt, John Lennon, Elvis Presley und über die Gottesmutter Maria. Von seinen Werken konnte er - wieder zu seiner Verblüffung - nicht leben. Deshalb nahm er - die nächste Verblüffung - ein Angebot des konservativen Springer-Verlags an, der bekehrten linksextremen Intellektuellen gerne eine Heimat bietet. Im Sommer 2000 wurde Posener fester Redakteur der "Welt", arbeitete zunächst im Feuilleton, dann im Forum, dessen Leitung er 2002 übernahm. 2004 wechselte er als Kommentarchef zur "Welt am Sonntag".

Doch auch hier machte sich Posener auf seine eigene Weise bemerkbar: Im Mai 2007 griff er in seinen Web-Blogg auf "Welt online" den "scheinheiligen" Bild-Chefredakteur Kai Diekmann an, dessen Bild-Zeitung die "niedrigsten Instinkte bediene". In seinem neuesten Buch mit dem Titel "Benedikts Kreuzzug" unterstellt der einstige Atheist dem amtierenden Papst, "kompromisslos und mit großer Radikalität ein intellektuelles Rollback der Moderne" zu betreiben und die Werte der Aufklärung und des gesellschaftlichen Pluralismus zu bekämpfen. Alan Posener ist verheiratet und hat eine Tochter.

 
 
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