Hauptnavigation:

Sie sind hier:

23. Februar 2012
 

nachtstudio

 
immer sonntags
Rückblick: nachtstudio vom 29.01.2012 Nachtprogramm
Fallende Aktien und Euromünze. Quelle: reuters
Wird es den Kapitalismus noch geben? Oder steht er vor seinem Aus?

nachtstudio

Kapitalismus reloaded

Neue Regeln für die Weltwirtschaft

In dieser Woche ist der Schweizer Alpen-Kurort Davos für ein paar Tage wieder der Mittelpunkt der Weltpolitik: Zum Weltwirtschaftsforum 2012 kommen rund 2600 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft. 40 Staats- und Regierungschefs reisen an. Die Eröffnungsrede hält Bundeskanzlerin Angela Merkel.

 
 
 

Unter dem Motto "Der große Wandel: Die Gestaltung neuer Modelle" sollen - vor dem Hintergrund von Staatsschuldenkrise, Umwälzungen in der Arabischen Welt und steigenden Nahrungsmittelpreisen - Wege aus der Krise gesucht werden. "Der Kapitalismus in der bisherigen Form passt nicht länger zu unserer Welt", meint der deutsche Wirtschaftsexperte und WEF-Gründer Klaus Schwab. Die globale Transformation müsse damit beginnen, "dass sich weltweit wieder ein Sinn für soziale Verantwortung ausbreitet".

 

Der Kapitalismus in der Krise

Aus dem Wettbewerb der Systeme war der Kapitalismus nach dem Zusammenbruch der sozialistisch regierten Staaten Osteuropas vor 20 Jahren als klarer Sieger hervorgegangen - nun steckt er in seiner tiefsten Krise. Immer mehr Menschen haben Zweifel, dass die Probleme und Widersprüche unserer Gesellschaft mit den Praktiken eines freien Marktes bewältigt werden können.

 

In seiner Streitschrift "Wir sind viele - Eine Anklage gegen den Finanzkapitalismus", kritisiert der Journalist Heribert Prantl die radikale Ökonomisierung der Politik und des öffentlichen Lebens und lobt den aufkeimenden Protest: "Der Zorn gegen den Finanzkapitalismus ist etwas anderes als Wut. Der Zornige... will etwas ändern, er will nicht akzeptieren, dass es keine Alternative gibt". Der Schriftsteller Ingo Schulze sieht unsere Demokratie in Gefahr und warnt: "Der Kapitalismus braucht keine Demokratie, sondern stabile Verhältnisse".

 

Quo vadis, Kapitalismus

Kann sich der Kapitalismus an seiner eigenen Krise optimieren? Ist Staatskapitalismus nach chinesischem Vorbild die Zukunft? Quo vadis, Kapitalismus?

 

Über das Thema "Kapitalismus reloaded - Neue Regeln für die Weltwirtschaft" diskutiert Volker Panzer mit seinen Gästen Marie-Christine Ostermann, Dirk Müller, Gerald Hörhan und Niko Paech im ZDF-nachtstudio am Sonntag, den 29. Januar um 00:25 Uhr.

 
 
 

Literaturtipps:

 

  • Joseph Vogl: Das Gespenst des Kapitals. Diaphanes Verlag, Zürich 2010
  • Norbert Walter / Jörn Quitzau: Wer soll das bezahlen? Antworten auf die globale Wirtschaftskrise. Pattloch Verlag, München 2011
  • Heribert Prantl: Wir sind viele. Eine Anklage gegen den Finanzkapitalismus. Süddeutsche Zeitung Edition, München 2011
  • Heiner Flassbeck: Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts. Westend Verlag, Frankfurt 2010
  • Ha-Joon Chang: 23 Lügen, die sie uns über den Kapitalismus erzählen. C. Bertelsmann Verlag, 2010
  • Gunilla Budde (Hg.): Kapitalismus. Historische Annäherungen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2011
 
 
 

Infobox

Das letzte Wort:

"Sein Geld verschleudert niemand an andere, jeder aber seine Zeit und sein Leben". (Michel Eyquem de Montaigne)

 
 

Hinweise zur nächsten Sendung:

Am kommenden Sonntag, den 5. Februar 2012 um 1.15 Uhr, wird die Sendung "Erklär mir die Welt! - Eugen Drewermann im Gespräch mit Volker Panzer" wiederholt.

 
 

Sendungsinformationen

Sonntag, 29.01.2012 00:25 - 01:25 Uhr Nachtprogramm

VPS 30.01.2012 00:25

Länge: 60 min

Gesprächsreihe, Deutschland, 2012

  • 16 zu 9
 

ZDF Mediathek

nachtstudio vom 19. Februar 2012

Video nachtstudio vom 19. Februar 2012

Avanti Dilettanti - Leben wir in einer Welt der Stümper?