Wie kann der Glaube an die Zuwendung Gottes heutzutage erfahrbar werden, wenn nicht durch Menschen, die sich selbst einander zuwenden? Die Gemeinde im niederösterreichischen Stockerau geht dieser Erfahrung in dem Gottesdienst nach.
Die evangelische Pfarrgemeinde Stockerau versteht sich selbst als einen Ort, der für Angehörige verschiedener Generationen, für Glaubende und Suchende geöffnet ist. So entsteht ein Lebensraum, in dem Anteilnahme und Gemeinschaft erfahrbar wird. "So bekommt der Glaube Hand und Fuß", sagt Pfarrer Christian Brost. Kinder, Jugendliche und Erwachsene wirken an der Gestaltung mit. Die Stockerauer Kantorei und ein Streichensemble sorgen für die festliche Musik.
Angesichts der besonderen Geschichte ihrer Kirche, ist sich die Gemeinde ihrer Verantwortung bewusst. Sie wurde 1908 als Synagoge errichtet und 1938 unter der Herrschaft der Nazis enteignet. Diese Bürde wird die Gemeinde einmal mehr auch in diesem Gottesdienst zum Ausdruck bringen. Im Inneren der Kirche kann man immer noch die frühere Bestimmung erkennen. Heute erinnert ein Gedenkstein an ihre Vergangenheit. Die Inschrift endet mit dem Satz: "Der gemeinsame Glaube an den einen Gott verbindet Juden und Christen."
Evangelische Pfarrgemeinde A.u.H.B. Stockerau
Manhartstraße 24
A 2000 Stockerau
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