
Quantenmechanik ist dunkel, merkwürdig, rätselhaft. "Sie bedeutet einen Umsturz des gewöhnlichen Denkens", sagt Experimentalphysiker Anton Zeilinger.
Warum verhalten sich Teilchen wie Wellen? Warum ist der Zustand eines Teilchens unbestimmt, bevor man ihn misst? Ebenso spannende wie absurd anmutende Fragen, die dennoch die Wirklichkeit der "Quantenjäger" ausmachen.
Zeilinger gilt weltweit als Autorität auf den Gebieten der Quantenphysik, Quanten- kommunikation und Quantenkryptographie. Seine "Teleportationsexperimente" an der Universität Wien haben den eloquenten Physiker schlagartig populär gemacht - er ist fast zu einer Art (Wissenschafts-)Popstar geworden - wenn auch vielleicht wider Willen.

Dennoch: Zeilinger, der immer wieder als heißer Kandidat für den Nobelpreis genannt wird, ist zwar das Gesicht der Quantenphysik, im Wiener Labor arbeitet allerdings ein ganzes Team: 25 junge Physiker aus China, Deutschland und den USA. Für die physikalischen Experimente hat jeder von ihnen eine ganz eigene Herangehensweise; mit ungewöhnlichen Versuchsaufbauten hat sich Zeilingers Team in den vergangen Jahren denn auch besonders hervorgetan.
Für die Wissenschaftswelt ebenso ungewöhnlich ist, dass die Forscher in einem offenen Labor arbeiten und sich nicht abschotten. Schon in 20 Jahren werden wesentliche Fortschritte in der Informationstechnologie wohl nur noch mit Hilfe neuer quantenphysikalischer Konzepte - etwa dem Quantencomputer - zu erzielen sein, prognostizieren Zukunftsforscher. Die Dokumentation zeigt, wie die Quanten-Informationstechnologie von Zeilinger und seinem Team dazu die Grundlagen liefert.
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