Sie ist eine leidenschaftliche Schauspielerin, die sowohl in komischen als auch in tragischen Rollen glänzt. In Deutschland gehört Iris Berben zu den ganz Großen im Geschäft und wurde bereits mit unzähligen Preisen ausgezeichnet. Am 5. Dezember 2011 ist sie wieder in einem ZDF-Fernsehfilm zu sehen - am 3. Dezember nimmt Iris Berben als Wettpatin Platz auf der Wetten, dass..?-Couch.
Iris Berben wurde 1950 in Detmold geboren, wuchs aber in Hamburg auf. Sie verließ die Schule noch vor dem Abitur. Über ihr Engagement in der Hamburger Protestszene kam sie Ende der 60er Jahre zum Film. Sie ging nach London und nahm dort Tanz- und Bewegungsunterricht. Zurück in Deutschland absolvierte sie in Berlin eine Sprech- und Gesangsausbildung bei Hoffmann de Boer.
Im Alter von 17 Jahren begann ihre Karriere mit Kurzfilmen an der Hamburger Kunsthochschule. Nur ein Jahr später spielte sie ihre erste Rolle in Rudolf Thomes Kinofilm "Detektive". Zahlreiche Film- und Fernsehrollen folgten. Bundesweit bekannt wurde Iris Berben 1976 neben Ingrid Steeger in Michael Pfleghars Fernsehserie "Himmlische Töchter". Ihr komisches Talent brachte ihr knapp zehn Jahre später wieder Erfolg: an der Seite von Diether Krebs in der Comedy-Serie "Sketchup".
Seit Mitte der 90er stand sie als Kommissarin Rosa Roth in dem gleichnamigen ZDF-Samstagskrimi vor der Kamera. Die Serie wurde von der Firma ihres Sohnes Oliver Berben produziert und erntete großen Beifall. Auch im Kino war Berben zunehmend präsent. So spielte sie die Hauptrolle in Peter Timms "Rennschwein Rudi Rüssel" und in Carlo Rolas Komödie "Peanuts - Die Bank zahlt alles", die sich thematisch an den Aufstieg und Fall des Frankfurter Bauunternehmers Schneider anlehnt.
In den folgenden Jahren wirkte Iris Berben in zahlreichen Produktionen mit, in denen wieder ihr komisches Talent im Mittelpunkt stand. So spielte sie unter anderem in der Komödie "Kondom des Grauens" und in Doris Dörries Erfolgskomödie "Bin ich schön?". Danach suchte Iris Berben neue Herausforderungen. Sie entdeckte ihre Leidenschaft für gebrochene, ernste Charaktere und stand beispielsweise als psychisch Kranke mit multipler Persönlichkeitsstörung für "Gefährliche Träume - Das Geheimnis einer Frau" oder als betrogene Ehefrau in dem Fernsehfilm "Wer liebt, hat recht" vor der Kamera.
2005 sorgte die Schauspielerin mit der dreiteiligen Familiensaga "Die Patriarchin" und 2007 mit dem ZDF-Mehrteiler "Afrika, mon amour" für begeisterte Schlagzeilen in den Medien. Außerdem ermittelt Iris Berben 2008 in "Rosa Roth" wieder einmal als Kommissarin für das ZDF. Im selben Jahr war sie auch in Heinrich Breloers Kinoverfilmung von Thomas Manns "Die Buddenbrooks" zu sehen. Im ZDF-Dreiteiler "Die Krupps - eine deutsche Familie" war sie 2009 als Berta Krupp zu sehen.
In den folgenden Jahren sah man Iris Berben wieder auf der Kinoleinwand - 2009 im Film "Es kommt der Tag" und 2010 in "Tiger-Team". 2011 folgten die ZDF-Filme "Meine Familie bringt mich um!" und "Niemand ist eine Insel". Im Juni 2011 wurde die erfolgreiche Schauspielerin mit dem Bayerischen Fernsehpreis für ihr Lebenswerk geehrt.
Am 5. Dezember ist Iris Berben mit einem neuen Fernsehfilm im ZDF zu sehen. In "Liebesjahre" übernimmt sie die Rolle der "Vera", die nach Jahren wieder auf ihren Ex-Mann trifft, um das frühere gemeinsame Zuhause an der Nordsee zu verkaufen. Doch was als kurze und schmerzlose Abwicklung geplant war, wird zu einer emotionalen Reise zurück in die "Liebesjahre" einer Ehe.