Gelernter Fotograf, Autor, Regisseur und Produzent - Michael "Bully" Herbig gehört seit Jahren zur deutschen Comedy- und Film-Elite und brachte mit seinen Filmen über 25 Millionen Kinozuschauer zum Lachen. Ab dem 27. Oktober ist Herbig neben Jürgen Vogel und Thekla Reuten in "Hotel Lux", dem neuen Film von Leander Haußmann zu sehen. Zuvor nimmt er in Nürnberg als Wettpate auf der "Wetten, dass..?"-Couch Platz.
Angefangen hatte für den Münchner, der seinen Spitznamen "Bully" einem FC Bayern-T-Shirt mit der Aufschrift "Die Bullen" verdankt, alles beim Radio. Nach einer Lehre als Fotograf verschaffte sich Herbig in der Comedy-Szene seit 1992 unter seinem Pseudonym "Bully" einen Namen mit Auftritten in der Radio-Morgenshow "Langemann und die Morgencrew", zunächst für Radio Gong und ab 1994 für Radio Energy.
Es folgten Aufträge für Werbespots, Kurzauftritte im Fernsehen wie in der ZDF-Sendung "Der wahre Grand Prix" sowie 800 Folgen der beliebten Hörfunk-Comedy-Serie "Die Bayern Cops", die 1996 mit dem BLM-Hörfunkpreis für die beste Comedy-Reihe ausgezeichnet wurde.

Ebenfalls 1996 gründete Bully Herbig seine Firma "herbX medienproduktion gmbH", die unter anderem Texte für etliche Comedy-Programme verfasst. Darüber hinaus zeichnet Bully Herbig als Autor, Darsteller, Regisseur und Produzent für die "bullyparade" verantwortlich, die bis 2002 mit großem Erfolg bei ProSieben ausgestrahlt wurde. Im Kino sorgte er erstmals 1999 für Lacher: Er gab sein Regiedebüt mit "Erkan & Stefan", dem ersten Kinoabenteuer des Komikerduos Erkan Maria Moosleitner und Stefan Lust. Für den Disney-Film "Ein Königreich für ein Lama" lieh er im Jahr 2000 in der Hauptrolle - dem Lama "Kusco" seine Stimme.
Der ganz große Wurf gelang Herbig dann 1999 mit dem "Schuh des Manitu". Mit seiner neu gegründeten Filmproduktionsgesellschaft "herbX film GmbH" sorgte er als Produzent, Autor, Regisseur und Doppel-Hauptdarsteller für den mit über elf Millionen Kinozuschauern erfolgreichsten Film der deutschen Nachkriegsgeschichte. Mit dabei: seine Schauspielkollegen Rick Kavanian und Christian Tramitz, die auch bei der "bullyparade" schon zum Erfolg mitbeigetragen hatten. Für "Der Schuh des Manitu" wurde Bully Herbig unter anderem der Bayerische und der Deutsche Filmpreis verliehen, sowie 2001 auch der begehrte "Bambi".

Im Juli 2004 erschien "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" in den deutschen Kinos. Wie auch schon in seiner ersten Kinoproduktion war Michael Herbig auch hier als Autor, Regisseur und - an der Seite von Kavanian, Tramitz und Til Schweiger - als Hauptdarsteller tätig. Am 13. September 2004 startete die Comedy-Show von Michael Herbig und Rick Kavanian auf Pro7 mit dem Titel "Bully und Rick". In der erfolgreichen Comedy-Serie spielten die beiden alle Rollen selbst, schrieben die Bücher und gaben der Reihe damit ihre ganz eigene Handschrift.
Bei der Verleihung des Deutschen Comedy-Preises wurde Bully 2004 als bester Comedian ausgezeichnet, und für "(T)Raumschiff Surprise" erhielt er im November 2004 erneut einen "Bambi". 2005 und 2006 übernahm Herbig die Moderation bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises, im Oktober 2005 erhielt die Sendung "Bully und Rick" zudem in der Kategorie "Beste Sketch-Comedy" den Deutschen Comedy Preis.

Erneut im Kino vertreten war Herbig in der Verfilmung des Hörspielklassikers "Hui Buh, das Schlossgespenst". 2006 erhielt er den "Peter-Frankenfeld-Preis" für künstlerische Vielseitigkeit und humanitäres Engagement. 2008 spielte Herbig eine Nebenrolle im Film "Asterix bei den Olympischen Spielen" und war, an der Seite von Franz Xaver Kroetz, in der Verfilmung des bayerischen Theaterstücks "Die Geschichte vom Brandner Kaspar" zu sehen. Im Sommer 2008 verfilmte Herbig die Zeichentrickserie "Wickie und die starken Männer" und machte sich vorher eineinhalb Monate lang, in einem großen TV-Casting, auf die Suche nach den "starken Männern". Mit fast fünf Millionen Zuschauer wurde der Film zum erfolgreichsten deutschen Kinofilm des Jahres 2009.
Nach seinen Erfolgen als Regisseur und Produzent konzentriert sich Bully Herbig aktuell wieder mehr auf das Schauspielerische. Im neuen Leander Haußmann-Film "Hotel Lux", spielt Herbig die Rolle des Kabarett-Komikers Hans Zeisig, der 1938 wegen einer Hitler-Parodie aus Deutschland in die stalinistische Sowjetunion flüchten muss. Der Film startet am 27. Oktober in den deutschen Kinos und vorher schaut der Münchner in Nürnberg bei "Wetten, dass..?" vorbei.