Hauptnavigation:

Sie sind hier:

 

Terra X

 
Geologin Dr. Kristine Asch . Quelle: ZDF
Nach neun Jahren Arbeit stellt Geologin Dr. Kristine Asch die geologische Europakarte fertig

Jäger verlorener Schätze: Der versteinerte Code

Die geologische Europakarte

William Smiths Erben: Geologin Dr. Kristine Asch

Smiths 3-D-Modell der Erdschichten lässt ihn rückblickend als Visionär erscheinen, der nach neuen Dimensionen suchte. Geologen von heute führen das Werk von Smith fort.

 
 
 
 

William Smith dachte entscheidende Erkenntnisse über die Evolution der Erde und seiner Lebewesen voraus. Sein Zeugnis ist eine Karte, die die Welt veränderte.

 

Bewertung der historischen Karte

Kristine Asch, Geologin an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover, bewertet die Smith-Karte neu. Im Rechner hat ihr Team das historische Meisterwerk mit der neuen digitalen Europa-Karte überlagert und verglichen. Wie genau hat William Smith gearbeitet?

 
Geologische Karte von Europa. Quelle: ZDF
ZDF
Vergleich der digitalen Europa-Karte (links) und Smiths Karte (rechts)

Infobox

Dr. Kristine Asch, Geologin, über die Genauigkeit von Smiths Karte:

"William Smith hat für seine Zeit damals wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Er hat anhand von Fossilien, von Leitfossilien, von Ammoniten gerade die Schichten des Erdmittelalters ziemlich präzise bestimmen können und damit so kartiert, dass dies mit unserer Karte heute ziemlich genau übereinstimmt."

Neun Jahre Arbeit

Es ist eines der größten kartografischen Werke der Gegenwart - die erste digitale geologische Karte von ganz Europa. Kristine Asch hat es nach neun Jahren Arbeit vollbracht - fast so lange wie William Smith für seine Karte benötigte. Sie hat zahllose geologische Daten ausgewertet, die seit der Pionierzeit gesammelt worden sind. Dutzende Karten minutiös von Hand in den richtigen Maßstab gebracht - und im Rechner zu einem digitalen Meisterwerk zusammengefügt.

 

Infobox

Dr. Kristine Asch über echte Entdecker und Schreibtischforscher:

"William Smith war ja noch ein echter Forscher und Entdecker. Er ist ins Gelände gegangen und hat dort direkt kartiert, und hat mit seiner neu entdeckten Stratigraphie geologisches Neuland aufgenommen. Dieses neue digitale geologische Kartenwerk von Europa hingegen ist am Schreibtisch und am Rechner entstanden - aus Beiträgen von 48 nationalen geologischen Diensten innerhalb Europas, aus unzähligen Publikationen und Karten."

 
Vergleich von Smiths Karte und der neuen Europakarte. Quelle: ZDF
ZDF
Eine der größten kartografischen Werke der Gegenwart: Die geologische Europakarte

Die digitale Karte spiegelt das erdgeschichtliche Bild Europas wider. Anders als bei Smith codieren die Farben nicht das natürliche Aussehen der Gesteine, sondern ihr geologisches Alter - je älter sind sie, desto dunkler die Farbe.

Infobox

Dr. Kristine Asch über das Besondere an ihrer Karte:

"Das ganz Besondere an dieser Karte ist, dass zum ersten Mal auf einem internationalen geologischen Kartenwerk von Europa auch die Geologie des Meeresbodens mit dargestellt worden ist. Dadurch kann man die Erdgeschichte von Gesamteuropa wie an einem Bild ablesen. Zum Beispiel hier: die Trennung Europas und Nordamerikas entlang des nordatlantischen Rückens. Man kann ganz wunderbar sehen, wie die beiden Kontinente vor circa 200 Millionen Jahren angefangen haben, sich auseinander zu bewegen. Und wie an einem Reißverschluss tun sie das auch heute noch mit einer Geschwindigkeit von rund fünf Zentimetern pro Jahr."

 
 
  • del.icio.us
  • digg
  • facebook
  • twitter
  • myspace
  • mrwong
  • webnews
  • yigg