Es ist ein trügerisch friedlicher August, 1939. Nach der gerade noch abgewendeten Kriegsgefahr im Vorjahr scheint Hitlers Expansionsdrang gebremst. Die Deutschen genießen die Sommerfrische in bescheidenem Wohlstand. In Nürnberg laufen die Vorbereitungen für den "Reichsparteitag des Friedens" Anfang September. Wenige Tage zuvor wird die entwaffnende Kundgebung überraschend abgesagt - bezeichnenderweise: Denn längst rüstet die deutsche Kriegsmaschinerie zum Krieg gegen Polen.
Der Film erzählt, wie schleichend die Vorahnung des kommenden Unheils die friedvolle Kulisse eintrübte, wie in nur wenigen Tagen die Katastrophe des Krieges in den Alltag der Menschen in den benachbarten Ländern einbrach. Wie in einem Countdown rekonstruiert er die Vorzeichen, den Beinahe-Fehlstart und die Täuschungsmanöver, die dem deutschen Überfall vorausgingen. Zeitzeugen aus Deutschland und Polen, wie der Filmproduzent Arthur Brauner, beschreiben anschaulich aus der Nahperspektive, wie abrupt sie damals aus dem sommerlichen Frieden gerissen wurden. Illustriert wird das Geschehen durch eine Fülle neu erschlossener Filmbilder aus privaten Beständen und osteuropäischen Archiven.