Die Aufnahme von mehr als 12 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen war für beide deutschen Staaten eine große soziale und wirtschaftliche Herausforderung.
Viele Schlesier, Ostpreußen, Pommern oder Sudetendeutsche machten nach dem Verlust ihrer alten Heimat die bittere Erfahrung, dass sie nicht willkommen waren. Sie wurden als "Polacken" oder "Rucksackdeutsche" begrüßt und mussten oft in ärmlichen Notunterkünften wohnen.
Erst nach Jahren verschafften sie sich Respekt - vor allem durch ihren Aufbauwillen und ihre Leistungsbereitschaft. Ohne die Vertriebenen wäre der wirtschaftliche Aufschwung in West und Ost deutlich schwächer ausgefallen.
"ZDF-History" zeigt anhand von Privatfilmen, wie mühsam und konfliktreich die Integration in Ost und West sein konnte. Zeitzeugen, darunter prominente Heimatvertriebene wie Alfried Biolek, Hellmuth Karasek und Wolfgang Thierse, erinnern sich an den Neuanfang in ihrer "zweiten Heimat".