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Zeitgeschichte

 

Sendung am 10. Januar 2006, 20.15 Uhr

Stalingrad

90minütige Dokumentation

Mindestens 170.000 deutsche und mehr als eine halbe Million sowjetische Soldaten fielen der Schlacht von Stalingrad 1942/43 zum Opfer. Der Film schildert die Schicksale von drei Überlebenden - und sucht damit den individuellen Zugang zu einer Katastrophe, die allzu oft hinter den erschreckenden Opferzahlen verschwindet.

 
 
 
 

Kaum ein Ereignis der Kriegsgeschichte hat sich ähnlich traumatisch in das Bewusstsein der Deutschen eingeprägt, wie die Katastrophe an der Wolga im Winter 1942/43. Die Schlacht von Stalingrad, der mindestens 170.000 deutsche und mehr als eine halbe Million sowjetische Soldaten zum Opfer fielen, war die blutigste Entscheidungsschlacht des Zweiten Weltkriegs.

 

Infobox

Sendehinweis

Stalingrad
90minütige Dokumentation von Sebastian Dehnhardt und Manfred Oldenburg
Redaktion: Friederike Dreykluft
Leitung: Guido Knopp
Sendung: Dienstag, 10. Januar 2006, 20.15 Uhr

Horst Rocholl, ehemals Stabsarzt in Stalingrad. Quelle: ZDF
ZDF
Horst Rocholl, ehemals Stabsarzt in Stalingrad

Trauma Stalingrad

Schockartig machte die Niederlage von Stalingrad den Deutschen an der Front und in der Heimat klar, dass der Krieg verloren war. Sie war der psychologische Wendepunkt im Kriegsgeschehen und im Leben derer, die die Schlacht erleben mussten. Bis heute tragen viele Überlebende beider Seiten am Trauma Stalingrad. Die Dokumentation begleitet ihren Weg anhand dreier ausgewählter Schicksale vom siegesgewissen Aufbruch bis zur Kapitulation und der anschließenden Gefangenschaft in sowjetischen Kriegsgefangenenlagern.

Der Film sucht einen individuellen Zugang zu einer Katastrophe, die allzu oft hinter den erschreckenden Opferzahlen verschwindet. Die psychologischen Folgen der Monate in Stalingrad sind für die Betroffenen vielfach bis heute nicht verarbeitet. "Nach Stalingrad war nichts wie zuvor", sagt der Stabsarzt Horst Rocholl. "Und vor allem ich war ein anderer geworden".