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12. Februar 2012
 

Unsere Geschichte

 
Berliner Mauer. Quelle: dpa
Seit 1961 Symbol der Teilung: Die Mauer

9. November 1989

Chronologie des Mauerfalls

Das plötzliche Ende der DDR

Filme, Daten, Fakten - eine Chronologie: Hier finden sie die Ereignisse auf dem Weg zur deutschen Einheit.

 
 
 

2. Mai 1989

 

Ungarn beginnt, die Grenzanlagen zu Österreich abzubauen.

 

7. Mai 1989

 

Kommunalwahlen in der DDR. Offizielles Wahlergebnis: 98,85 Prozent für die Einheitsliste. In Leipzig demonstrieren ca. 1000 Menschen gegen Wahlfälschung, 100 Demonstranten werden festgenommen.

 

4. Juni 1989

 

In Peking wird eine friedliche Demonstration auf dem "Platz des Himmlischen Friedens" mit Militärgewalt beendet, hunderte Menschen sterben.

 

25. - 27. Juni 1989

 

Die Außenminister von Ungarn und Österreich - Gyula Horn und Alois Mock - besuchen die Staatsgrenze und durchschneiden den Stacheldrahtzaun des "Eisernen Vorhangs". In den folgenden Monaten flüchten Tausende von DDR-Bürgern über Ungarn und Österreich in den Westen. Weitere Zufluchtsstätten: die Botschaften der BRD in Ostberlin, Prag und Budapest.

 

4. September 1989

 

Nach dem Friedensgebet in der Leiziger Nikolaikirche findet zum vierten Mal eine "Montagsdemonstration" mit mehreren hundert Teilnehmern statt. Sie fordern Reisefreiheit.

 

9. September 1989

 

In Berlin wird das "Neue Forum" gegründet, zu den Gründern gehört Bärbel Bohley.

 

2. Oktober 1989

 

Montagsdemonstration in Leipzig mit ca. 20.000 Teilnehmern: Bei Zusammenstößen mit der Volkspolizei gibt es Verletzte. Nach dem "Neuen Forum" gründet sich eine weitere Oppositionspartei, der "Demokratische Aufbruch", u.a. mit Rainer Eppelmann und Wolfgang Schnur.

 

4. Oktober 1989

 

Die etwa 7500 DDR-Bürger, die in die Prager Botschaft der Bundesrepublik geflüchtet waren, reisen in Sonderzügen durch DDR-Gebiet in den Westen.

 

7. Oktober 1989

 

40. Jahrestag der Gründung der DDR. Neben den offiziellen Feiern kommt es zu großen Demonstrationen für Reformen. Staatsgast Michail Gorbatschow wird der Satz zugesprochen: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

 

9. Oktober 1989

 

Montagsdemonstration in Leipzig, ca. 70.000 Teilnehmer. Die Sicherheitskräfte greifen nicht ein.

 

16. Oktober 1989

 

Montagsdemonstration in Leipzig, ca. 120.000 Teilnehmer. Die Demonstranten rufen: "Wir sind das Volk!", "Reisefreiheit für alle" und "Gorbi, Gorbi!"

 

18. Oktober 1989

 

Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) enthebt Erich Honecker seines Amts als Generalsekretär - aus "gesundheitlichen Gründen" - und wählt Egon Krenz zu seinem Nachfolger. Honecker tritt als Vorsitzender des Staatsrates, des Nationalen Verteidigungsrates sowie als Politbüro-Mitglied zurück.

 

4. November 1989

 

In Ost-Berlin demonstrieren rund eine Million Menschen für Reformen, darunter prominente Geistliche und Schriftsteller.

 

9. November 1989

 

Pressekonferenz von Politbüro-Mitglied Günter Schabowski: Er kündigt eine neue Reiseregelung an. Visa sollen kurzfristig und ohne Voraussetzungen erteilt werden. Auf Nachfrage erklärt er zögernd, dies gelte offenbar ab sofort. Zigtausende Ostberliner reisen noch am selben Abend für wenige Stunden in den Westen. Willy Brandt sagt auf einer Kundgebung am Schöneberger Rathaus: "Wir sind jetzt in der Situation, wo zusammenwächst, was zusammengehört."

 

17. November 1989

 

Der neue DDR-Ministerpräsident Hans Modrow (SED) schlägt eine "Verantwortungsgemeinschaft beider deutscher Staaten durch eine Vertragsgemeinschaft" vor.

 

27. November 1989

 

Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) legt einen "Zehn-Punkte-Plan" zur Wiedererlangung der Deutschen Einheit vor.

 

1. Dezember 1989

 

Die Volkskammer streicht den Führungsanspruch der SED (Artikel 1, Satz 1) aus der DDR-Verfassung.

 

16./17. Dezember 1989

 

Die SED benennt sich in SED-PDS (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands - Partei des Demokratischen Sozialismus) um.

 

22. Dezember 1989

 

DDR-Ministerpräsident Hans Modrow (SED-PDS) und Bundeskanzler Helmut Kohl (CD) eröffnen den Grenzübergang am Brandenburger Tor, das erstmals seit 1961 wieder durchschritten werden kann.

 

31. Dezember 1989

 

Ost- und Westberliner feiern rund um das Brandenburger Tor den ersten gemeinsamen Jahreswechsel.

 

30. Januar 1990

 

DDR-Ministerpräsident Hans Modrow auf Statsbesuch in Moskau. Nach einem Gespräch mit Michail Gorbatschow spricht Modrow sich für die deutsche Einheit aus.

 

18. März 1990

 

Volkskammerwahlen. Die ersten freien, demokratischen Wahlen in der DDR. Die konservative "Allianz für Deutschland" erringt 47,8 Prozent. Am 12. April wird Lothar de Maizière (CDU) zum Ministerpräsidenten gewählt.

 

18. Mai 1990

 

Der Staatsvertrag zur Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion wird unterzeichnet.

 

1. Juli 1990

 

In der DDR wird die D-Mark eingeführt.

 

14. - 16. Juli 1990

 

Bundeskanzler Helmut Kohl verhandelt mit Michail Gorbatschow über die Wiedervereinigung. Gorbatschow lehnt eine NATO-Mitgliedschaft eines wiedervereinigten Deutschlands anfänglich ab, gesteht Deutschland schließlich die freie Entscheidung zu.

 

22. Juli 1990

 

Die Volkskammer beschließt, die 1952 abgeschafften Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wieder zu gründen.

 

31. August 1990

 

Der Einigungsvertrag wird unterzeichnet.

 

3. Oktober 1990, 0.00 Uhr

 

Die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen treten der Bundesrepublik Deutschland bei. Die DDR gibt es nicht mehr.

 
 
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Video "Das gilt - äh - ab sofort"

Günter Schabowski am 9.11.1989 (heute-journal)