Gunter Schoß wurde 1940 in Berlin geboren und studierte zunächst in Dresden Flugzeugbau. Durch Schließung der Fakultät wechselte er ins Schauspielfach. Ab 1962 besuchte er die Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin sowie zwei Jahre lang das Nachwuchsstudio des Deutschen Fernsehfunks der DDR (DFF).
Gleich mit einer seiner ersten Fernsehrollen, dem Titelhelden Egon Brümmer in dem Film "Egon und das achte Weltwunder" (1964) nach dem Bestseller von Joachim Wolgemuth, wurde Gunter Schoß populär. Es folgten verschiedene Film- und Fernsehproduktionen, unter anderem "Nebelnacht" (1969) unter der Regie von Helmut Nitzschke und der dreiteilige Kriegsfilm "Geheimkommando Bumerang" (1969) unter der Regie von Helmut Krätzig, die Fernsehfilme "Die Bilder des Zeugen Schattmann" (1972, Regie: Kurt Jung-Alsen) sowie "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" (1985, Regie: Hans-Joachim Kasprzik).
Nach dem Ende des DFF arbeitete Gunter Schoß freiberuflich und ist weiterhin ein gefragter Darsteller bei Bühne und Fernsehen. Er ist Gast oder gehört zeitweilig zur Stammbesetzung zahlreicher bekannter TV-Reihen und -Serien wie "Tatort", "Rosa Roth" und "In aller Freundschaft". Seit 2006 ist Gunter Schoß in der durchgehenden Rolle des Zoodirektors in der Serie "Tierärztin Dr. Mertens" zu sehen und besetzte 2009 eine Doppelrolle in der 13-teiligen deutsch-bulgarischen Abenteuerserie "Magna Aura".
Neben seiner umfangreichen Arbeit für Film und Fernsehen findet er immer wieder Zeit für Lesungen und ist mit seiner markanten Stimme ein viel gefragter Sprecher für Audio-Produktionen und Synchronisationen. Als Moderator ist er dem Fernsehpublikum aus den Geschichtsmagazinen "Die Geschichte Mitteldeutschlands" (1999 bis 2007) und "Barbarossa" (seit 2007) bekannt.