Zwei Paare, ein Wochenende, ein wunderschönes Ambiente und keine Tabus. Mit Partnertausch und Gruppensex wollen die beiden Eheleute Diana (Ellen van der Koogh) und Julian (Danny de Kok) der Langeweile, die sich in ihr Ehebett geschlichen hat, nun endlich Paroli bieten. Per Kontaktanzeige lernen sie Alex (Nienke Brinkhuis) und Timo (Joep Sertons) kennen und laden das Paar in die Nobelvilla von Dianas Eltern ein. Voll nervöser Ungeduld und geplagt von Selbstzweifeln erwarten sie die Ankunft der Gäste, und die haben es in der Tat in sich: Denn der gutaussehende Arzt Timo und seine sinnliche Frau Alex sind offenbar wahre Experten in Sachen Swinger-Sex.
Nach anfänglichem Zögern kommt es schließlich zur erhofften erotischen Begegnung, die aber auch die massiven Beziehungsprobleme von Alex und Timo erkennen lässt. Timo hat nämlich den Partnertausch, den die beiden schon seit Jahren betreiben, gründlich satt und fühlt sich plötzlich von Dianas zarten Annährungsversuchen deutlich mehr angezogen, als von den brachialen Sexpraktiken seiner Lebensgefährtin. Im weiteren Verlauf der zwei Tage durchleben die beiden Paare noch allerhand Überraschungen mit sich und den anderen und gehen am Ende auseinander, nicht ohne für dieses außerordentliche Abenteuer mächtig Lehrgeld bezahlt zu haben...
Ein glaubhaftes Beziehungsdrama mit einem deftigen Schuss sinnlicher Erotik, dessen facettenreiche Charaktere und zwischenmenschliche Spielarten immer neue Spannung garantieren, bildet einen interessanten Abschluss der Reihe "Sommernachtsphantasien" im ZDF. Dabei sorgt sowohl das authentische Spiel der Darsteller, wie auch das psychologisch ausgefeilte Drehbuch des Film-Debütanten Stephen Brenninkmeijer dafür, dass der frivole Stoff nicht zu einem seichten Sex-Filmchen verkommt, sondern zu einer cineastische Entdeckung wurde.
"Der Film ist prickelnd, ehrlich und in seiner Psychologisierung sowohl tief-spannend als auch überraschend. Erfrischendes Kino, das Erotik und Psychologie vorbildlich verknüpft. Sehenswert."(Movieman.de)
"Stark gespieltes Beziehungsdrama aus Holland, ein psychologisch kompetentes Spiel der Kräfte, dessen Ausgang am Anfang klar scheint, bevor doch alles anders kommt, als es Zuschauer und Protagonisten erwarten. Ohne moralischen Zeigefinger und amerikanische Sex-gleich-Tod-Mentalität in authentische Vorortkulissen gebannt und mit durchaus expliziten Sexszenen garniert, geriet das Vier-Personen-Stück in unserem Nachbarland zum großen Kritiker- und Publikumserfolg."(VideoWoche)