Die Thomas Crown Affäre
Er ist ein Mann, der alles hat: Selfmade-Millionär Thomas Crown (Pierce Brosnan). Und es reizen ihn nur Dinge, die für ihn unerreichbar sind. Wie zum Beispiel ein wertvolles Monet-Gemälde im Metropolitan Museum of Modern Art. Als ausgerechnet dieses Bild eines Tages gestohlen wird und Thomas Crown als wichtigster Augenzeuge bei der Polizei erscheint, steht für die Versicherungsdetektivin Catherine Banning (Rene Russo) sofort fest: Vor ihr steht der absolut coolste und gerissenste Kunstdieb, mit dem sie es je zu tun hatte.
Von dieser Stunde an lässt sie den charmanten Lebemann nicht mehr aus den Augen und der raffinierte Dieb lässt sich diese Beobachtung gerne gefallen. Ja, er genießt es sogar, mit der ebenso intelligenten wie erotischen Frau zu flirten, die ihm in jeder Weise gewachsen scheint. Er lädt sie auf einen Kurztrip in die Karibik ein, wo die beiden schon bald eine heftige Affäre beginnen. Doch mit den Gefühlen wachsen auch die Gefahren. Und irgendwann müssen sich der Kunstdieb und die Versicherungsagentin eingestehen, dass ihr erotisches Katz- und Mausspiel langsam ernst zu werden droht...
Keine leichte Aufgabe, einen Kultklassiker wie "Thomas Crown ist nicht zu fassen" neu zu verfilmen, ohne die Fans zu enttäuschen. Doch Actionspezialist John McTiernan gelang es, ein derart leichthändiges, ebenso spannendes wie unterhaltsames Remake zu inszenieren, das wenig Wünsche offen lässt.
Und dies liegt in erster Linie sicher an Ex-James-Bond Pierce Brosnan und der rothaarigen Sirene Rene Russo, die sich hier ein prickelndes erotisches Katz- und- Mausspiel liefern wie einst Steve McQueen und Fay Dunaway. Letztere ist übrigens in einer kleinen Rolle als Psychotherapeutin zu sehen, die dem gelangweilten Millionär Thomas Crown tief auf den Grund der Seele schauen darf.
Pierce Brosnan ist in diesem Fall nicht nur als Hauptdarsteller beteiligt, sondern spielte auch als Produzent eine entscheidende Rolle. "Ich glaube, es passierte eines schönen morgens bei einer Tasse Kaffee", erinnert sich Brosnan, "meine Produktionspartnerin Beau St.Clair und ich unterhielten uns über mögliche Remakes und irgendwie kamen wir auf Thomas Crown. Das ist ein Film, den ich liebte. Wir betrachteten die Sache genauer, hielten es für eine gute Idee und entschieden: lass uns sehen, ob ein Studio das Projekt kauft. Dort sagte man ja und zwei Jahre später steckten wir mitten in der Produktion."
Über einen Mangel an Arbeit kann sich der gutaussehende Ire auch nach dem Abschied von seiner Paraderolle als Geheimagent James Bond nicht beschweren. Mit der Musicalverfilmung "Mamma Mia" landete er vor zwei Jahren einen großen Publikumserfolg. Im kommenden Februar wird er voraussichtlich gleich mit zwei Produktionen in Deutschland zu sehen sein: Roman Polanskis sehnsüchtig erwarteter Politthriller "Der Ghost Writer" wird auf der Berlinale zu sehen sein, in den Kinos startet die aufwändige Fantasy-Komödie "Percy Jackson - Diebe im Olymp".
Fertig gestellt hat er außerdem die Romanze "Remember Me", in der er an der Seite von "Twilight"-Star Robert Pattinson spielt. Und auch im ZDF Montagskino wird Brosnan im Mai 2010 zu entdecken sein: und zwar in dem raffinierten Psychothriller "Spiel mit der Angst".
Um die schöne Rene Russo ist es in letzter Zeit etwas still gewesen. Im Januar wird sie allerdings endlich wieder vor der Kamera stehen, als nordische Göttin Frigga für Kenneth Branaghs Marvel-Verfilmung "Thor".