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09. Februar 2012
 

Spielfilm

 
 
Rückblick: Spielfilm vom 15.08.2010
Alyssa (Jena Malone), die Tochter von Nachbarin Colleen.

KinoMagie

Das Haus am Meer

Der geschiedene Modellbauer George (Kevin Kline) hat gleich zwei schlechte Nachrichten zu verkraften. Nicht genug, dass ihm das Architekturbüro, in dem er seit Jahren arbeitet, von heute auf morgen kündigt, auch seine angeschlagene körperliche Verfassung macht ihm zu schaffen, bis es schließlich feststeht: Er hat Krebs und nur noch wenige Monate zu leben.

Ohne jemandem von seiner Krankheit zu erzählen, beschließt er, sich in der ihm verbleibenden Zeit seinen Lebenstraum zu erfüllen und mit der Abfindungssumme seiner Firma das malerisch auf einer Felsenklippe gelegene, reichlich heruntergekommene Holzhaus seines Vaters abzureißen und ein neues entstehen zu lassen.

Gleichzeitig möchte er
mit seinem 16-jährigen Sohn Sam (Hayden Christensen), ein pubertierendes Problemkind, das vor allem das Leben seiner Ex-Frau Robin (Kristin Scott Thomas) zur Hölle macht, Frieden schließen. Also holt er den Jungen zu sich ans Meer, damit er ihm beim Bau des neuen Hauses behilflich sein kann. Doch der stark geschminkte, in schwarze Gothic-Klamotten gekleidete Punk, der sich nicht nur mit Drogen zudröhnt, sondern auch prostituiert, um seinen anspruchsvollen Lebensstil finanzieren zu können, hat sich seine Sommerferien anders vorgestellt, und so gestaltet sich das Vater-Sohn-Verhältnis auch alles andere als unkompliziert.

Erst der Kontakt zu dem natürlichen Nachbarmädchen Alyssa (Jena Malone) lässt Sam langsam auftauen und je mehr der Neubau an Substanz gewinnt, umso besser wird auch das Verhältnis von George zu seinem Sohn. Auch Ex-Frau Robin, die in zweiter Ehe unglücklich mit einem wohlhabenden Workaholic verheiratet ist, lässt sich häufig an der Baustelle blicken und entdeckt schließlich ihre Liebe zu George wieder. Erst als er den Bau des Hauses vollendet und seine privaten Verhältnisse geordnet hat, kann der schwer kranke George gehen ...

In dem zu Herzen gehenden Familiendrama vereinen sich Namen, die Film-
geschichte schreiben: "Besser geht's nicht"-Autor Mark Andrus, der auch hier wieder eine Reihe vielschichtiger und interessanter Figuren und ihr diffiziles Beziehungsgeflecht präsentiert, Regisseur Irwin Winkler ("Das Netz"), der mit einem sicheren Gefühl für Tempo und Geschmack die Geschichte um allerlei sentimentale Klippen navigiert, und bis in die kleinste Nebenrolle ein Cast,
der Weltklasse hat.

Kevin Kline als todgeweihter Familienvater spielt mit großem Nuancenreichtum an der Seite von Kristin Scott Thomas, die als seine Ex-Frau Robin bravourös die ambivalente amerikanische Mittelstandsgattin mimt. Der damals 21-jährige Kanadier Hayden Christensen ("Star Wars") komplettiert das Trio mit seinem wilden Spiel als düsterer Drogen-Teenager, der vom Sniffen, Potrauchen, Pillenschlucken, über Selbststrangulierungen und schwulem Callboy-Service schon alles mal ausprobiert hat. Nicht zu vergessen auch Mary Steenburgen als sex-besessene alleinerziehende Nachbarin Colleen, die sich in der Liebe eher auf jüngere Semester kapriziert.

Alles in allem ein üppig ausgestattetes, in seinen Beziehungen glaubwürdiges Familiendrama vor schauprächtiger Naturkulisse inszeniert, mit viel Herz und mit außerordentlich viel Humor.
 
 

Sendungsinformationen

Regie: Irwin Winkler

Buch: Mark Andrus

Darsteller:

  • George Monroe - Kevin Kline
  • Robin Kimball - Kristin Scott Thomas
  • Sam - Hayden Christensen
  • Alyssa - Jena Malone
  • Josh - Ian Somerhalder
  • Colleen - Mary Steenburgen
  • - u.a.
 

Sendungsinformationen

Sonntag, 15.08.2010 15:05 - 17:00 Uhr

VPS 15.08.2010 15:05

Länge: 115 min

FSK: 6

Originaltitel: Life as a House

Drama, USA, 2001

  • 16 zu 9
  • Dolby Digital 5.1
  • Untertitel