Der Fußball war nicht immer rund. Sogar in England wurde bis zur endgültigen Regelung Soccer mit dem Rugby-Ei gespielt. Auch seine Füllung und Hülle unterlagen im Laufe der Jahrhunderte starken Veränderungen. Das gleiche gilt für die anderen Ausrüstungsgegenstände, die zum Fußball spielen mehr oder weniger benötigt werden.
Das Spielgerät der Chinesen, mit dem sie zwischen etwa 3000 vor Christus und 900 nach Christus Fußball spielten, bestand ursprünglich aus Leder, das mit Federn oder Tierhaaren gefüllt war. Bereits im dritten nachchristlichen Jahrhundert entwickelten sie auch einen luftgefüllten Lederball.

Während die Azteken ihren Ball aus Kautschuk herstellten, bestand der europäische Ball aus Kuh-Lederstreifen, die zusammengenäht und mit einer luftgefüllten Schweinsblase ausgestopft wurden. Einen entscheidenden Fortschritt erzielten in den 1930er Jahren Argentinier, die die Blase mit einem Ventil ausstatteten. Rechtzeitig zur WM 1970 in Mexiko wurde der "Streifenball" durch eine Neuentwicklung ersetzt: Er bestand nun aus zusammengenähten Fünf- und Sechsecken, womit eine Optimierung der Kugelform erreicht wurde. Trotz allen Fortschritts hatte auch dieser Ball einen entscheidenden Nachteil: Bei Regen saugte sich das Leder mit Wasser voll, und der Ball verwandelte sich in eine bleischwere Kugel.
Der bis in die 1960er Jahre gebräuchliche Ball war nicht nur aus Lederstreifen zusammen genäht, sondern die Öffnung, durch die die Blase eingeführt worden ist, wurde mit Lederstreifen verschnürt. Dies führte einerseits zu schmerzhaften Erlebnissen beim Kopfballspiel, andererseits verhinderte diese Technik, dass der Ball vollkommen rund war. Der legendäre Satz Sepp Herbergers vom runden Ball gilt daher streng genommen erst ab dem 21. Jahrhundert.
Dieses Problem war erst mit dem ersten Kunststoffball gelöst, der seit der WM 1986 eingesetzt wird. Die nächste Neuerung wurde wiederum bei einem großen Fußballereignis vorgestellt. Der offizielle Ball bei der Europameisterschaft in Portugal 2004 war erstmals nicht mehr genäht sondern geklebt und bestand aus mehreren Kunststoffschichten, die mit winzigen gashaltigen Kügelchen gefüllt waren. Der Ehrgeiz der Sportartikel-Hersteller auch für die WM 2006 mit einer revolutionären Entwicklung aufzuwarten, erhielt einen herben Dämpfer. Die Tests eines Balls, der mit einem Mikrochip ausgerüstet den Schiedsrichter darüber informieren soll, ob ein reguläres Tor erzielt worden ist, scheiterten. Die Schiedsrichter müssen also immer noch alleine entscheiden.
Um das - mehr oder weniger - Runde in das Eckige zu befördern, ist auch geeignetes Schuhwerk nötig. Die ersten Fußballer begnügten sich noch mit ordinären Straßenschuhen; die in den 1920er Jahren entwickelten ersten Fußballschuhe waren tatsächlich Stiefel. Sie reichten bis über die Knöchel und wurden in Handarbeit aus Leder genäht. Bei Regen ergab sich infolgedessen das Problem, dass nicht nur der Ball plötzlich deutlich an Gewicht zunahm, sondern auch die Spieler mit wahren Klötzen an den Beinen über das Spielfeld rennen mussten. Die zur Erhöhung der Standfestigkeit an den Sohlen befestigten Stollen kann man aus heutiger Sicht nur als gemeingefährlich bezeichnen: Es handelte sich um handgeschmiedete Eisennägel.
Die aktuellen Fußballregeln besagen, dass der Durchmesser von Stollen mindestens 12,7 Millimeter betragen muss und ihre maximale Länge 19 Millimeter. Sie sollen aus Leder, Kunststoff, Gummi, Aluminium oder einem ähnlichen Material hergestellt sein.

Das deutsche Team gewann 1954 auch wegen einer technischen Neuerung die Fußballweltmeisterschaft. Ihr Zeugwart Adi Dassler hatte kurz vor dem Turnier einen Schuh mit schraubbaren Stollen entwickelt, und in der Halbzeitpause des Endspiels montierte er wegen der zunehmenden Tiefe des Platzes längere Stollen auf die Schuhe seiner Spieler. Unterschiedliche Stollen für jede Bodenbeschaffenheit sind mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Die aktuelle Herausforderung für die Hersteller von Fußballschuhen besteht darin, möglichst leichte "Stiefel" zu entwickeln, gefertigt aus weichem Leder oder Kunststoffen, die sich wie eine zweite Haut dem Fuß anpassen können. Insofern ist der Vergleich mit Ballettschuhen nicht zu weit hergeholt und passt wohl auch zur Spielweise einiger Fußballer ....
Die ersten in England verfassten Regeln schrieben vor, dass die Spieler Mützen und knielange Hosen tragen mussten. Später setzten sich, auch zur besseren Unterscheidung der Mannschaften, farbige Trikots durch, die bis in die 1970er Jahre meist aus Baumwolle und später aus Kunstfasern bestanden. 1874 meldet der englische Nationalspieler Sam Widdowson ein Patent auf die von ihm erfundenen Schienbein-Schützer an, die anschließend vom englischen Fußball-Verband als Pflicht vorgeschrieben wurden.

Torwarthandschuhe sind eine relativ neue Erscheinung. Noch bis in die späten 1970er Jahre spielten viele Torhüter ohne Handschuhe. Die deutsche Torwartlegende Bernd Trautmann und andere namhafte Keeper stellten ihren Sinn allerdings in Frage. Denn die Fähigkeit, einen Ball zu fangen, hänge weniger vom Material als vom Können eines Torwarts ab.
Mittlerweile ist die Diskussion um die Funktion von Handschuhen überflüssig geworden: Zum einen ist ihre Entwicklung so weit fortgeschritten, dass der Eindruck entstehen kann, sie hielten mit Hilfe von Leim den Ball in den Händen des Torwarts. Andererseits sind sie, wie andere Ausrüstungsgegenstände auch, zu einem begehrten Marketingartikel geworden. Kein bekannter Torhüter, der nicht bei einem der großen Sportartikelhersteller seine eigene Kollektion von Handschuhen anbietet.