Unweit der "Albatros II" treibt eine Yacht auf offener See. Auf Deck ist niemand zu erkennen, auch ist der Anker nicht gesetzt und das Steuer wurde nicht fixiert. Augenscheinlich wurde das Boot fluchtartig verlassen. Bei einer Untersuchung an Bord kann die Küstenwache Blutspuren sichern. Alles deutet darauf hin, dass es einen Kampf gegeben hat. Die Papiere der Yacht verraten, dass diese gerade erst nach Russland verkauft worden war. Doch von den erfahrenen Skippern, Till Thieme und Ludger Konz, die das Boot nach Kaliningrad überführen sollten, fehlt jede Spur.
Sandra Mohn ist erschüttert über das Verschwinden ihres Freundes Till. Leider kann sie der Küstenwache nicht entscheidend weiter helfen. Am Abend zuvor war sie mit Till in Schneidewinds Kneipe. Zwar hatten die beiden eine kleine Auseinandersetzung, weil Till kurzfristig den neuen Auftrag für die Überführung der Yacht angenommen hatte, aber ihr ist nichts Merkwürdiges aufgefallen. Schneidewind allerdings hatte bemerkt, dass ein recht spendabler russischer Gast die beiden über längere Zeit beobachtete. Die Küstenwache sucht nun nach einer Verbindung zwischen den vermissten Skippern und dem Russen, der in seiner Heimat schon vorbestraft ist.
Sie findet heraus, dass Till und Ludger einen kleinen Nebenjob hatten und für den Bestattungsunternehmer Vogel Urnen verstorbener Russlanddeutscher nach Neustadt transportierten. Sandra selbst arbeitet bei Vogel in dessen Büro. Vogel legt Papiere vor, welche die Legalität der Überführungen beweisen sollen. Doch die Recherche ergibt, dass die Verstorbenen schon seit Jahren in Russland beerdigt sind. Was also befand sich wirklich in den Urnen? Wussten die Skipper von dem Betrug, und waren sie selbst in illegale Geschäfte verwickelt? Sind sie vielleicht untergetaucht, um sich zu schützen? Plötzlich spitzt sich die Lage dramatisch zu, denn im Hafen wird ein Leiche gefunden: Ludger Konz.