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Mit Fischschuppenmuster verzierter Pfeilköcher

Mythenwelt in Gold

Schliemanns Erben - Das Gold von Tuva

Der goldene Sensationsfund von 2001 kam gleich nach der Ausgrabung nach Sankt Petersburg in den Winterpalast, der Heimat der weltberühmten Eremitage. Hermann Parzinger und sein Mitstreiter Anatoli Nagler machen sich bei ihren russischen Partnern ein Bild vom Stand der Restaurierungsarbeiten.

 
 
 
 

In den Labors der Eremitage arbeitet ein Heer der angesehensten Spezialisten am Gold aus Tuva. Hier treffen Parzinger und Nagler Konstantin Cugunov.

 
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Die weltberühmte Eremitage in St. Petersburg
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Goldener Griff

Im Bann des Fundes

Das Triumphirat von Tuva ist noch immer im Bann seines Fundes. So manches Stück offenbart erst nach der Restaurierung sein schimmerndes Geheimnis. Der goldene Griff des Gefäßes ist ein stilisierter Tierfuß. Die vergoldete Fassung des fürstlichen Pfeilköchers ist mit einem Fischschuppenmuster kunstvoll verziert. Die Spezialisten staunen über den einzigartigen, so noch nie gesehenen Tierstil der Ornamente. Die Mythenwelt der Skythen nimmt Gestalt an: Ein Greif sollte ihr Goldland bewachen.

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Prachtvolle Hirschfigur

Auf höchstem Niveau

Im "Gold von Tuva" stecken tausende Stunden mühevoller Konservatorenarbeit. Erst jetzt strahlt der Schatz in seiner vollen Pracht. Das Collier der Fürstin, geflügelte Pferde, Schuhbänder mit tausenden Goldperlen und eine prachtvolle Hirschfigur. Der Halsring des Fürsten aus über zwei Kilogramm Gold: über 9.300 atemberaubend schöne Goldobjekte. Wie reich muss dieser Steppenfürst gewesen sein, dessen Volk die Griechen "Barbaren" nannten. Sein Halsreif ist umlaufend ziseliert. Erst bei genauer Betrachtung erkennt der Zeichner die unzähligen Tiere, die ineinander verschränkt den Ring bilden. Goldschmiedekunst auf höchstem Niveau.

 
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Halsreif des Fürsten
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Kunstvoll gearbeiteter Trinkbecher

Rekonstruktionsversuch

Tausende gegossener Panther und Eber bevölkerten flügelförmig den Kaftan des mächtigen Nomaden. Seine Lederriemen waren rundum mit massiven Goldapplikationen verziert. Am goldenen Gürtel der Frau hing ein kunstvoll gearbeiteter Trinkbecher. Sollten sich die beiden aus ihm laben auf ihrer gemeinsamen Reise ins Reich der Toten? Die Hosen des Mannes sind über und über mit winzigsten Goldperlen bestückt.

 

Neue Suche

Nun beginnt die Suche nach weiteren Gräbern. Die Wissenschaftler planen für diesen Sommer eine zweite Kampagne. Doch zuerst sind viele logistische und administrative Schwierigkeiten zu lösen, denn eine Reise zum Mittelpunkt Asiens, nach Tuva, ist immer noch ein Abenteuer.

 
 
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