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Sebastian Koch. Quelle: dpa
Sebastian Koch

Sebastian Koch

"Bester europäischer Schauspieler"

Sebastian Koch ist einer der renommiersten Schauspieler Deutschlands. Sein Handwerk erlernte er an der Münchner Falckenbergschule. Anfangs war er mehr an einer Musikerkarriere interessiert, später gaben für ihn jedoch die Inszenierungen von Claus Peymann in Stuttgart den Anstoß, sich der darstellenden Kunst zuzuwenden. Am 1. und 4. November ist Sebastian Koch als Kapitän Wolf Larsen im ZDF-Zweiteiler "Der Seewolf" zu sehen.

 
 
 
 

Geboren 1962 in Karlsruhe verbrachte Sebastian Koch seine Kindheit und Jugend in Stuttgart. Er absolvierte seine Ausbildung von 1982 bis 1985 an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Nach ersten Auftritten am dortigen Theater der Jugend folgten Engagements an den Städtischen Bühnen Ulm, dem Staatstheater Darmstadt und den Staatlichen Bühnen Berlin.

Zweifacher Grimme-Preisträger

1986 kam der erste Fernsehauftritt an der Seite von Kommissar Helmut Fischer in dem "Tatort - Die Macht des Schicksals". Zahlreiche Krimis und Thriller folgten, bis er 1997 als Andreas Baader in Heinrich Breloers Zweiteiler "Todesspiel" für Aufsehen sorgte. 2002 wurde Sebastian Koch gleich zwei Mal mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet: Für die Titelrolle in "Der Tanz mit dem Teufel - Die Entführung des Richard Oetker" und für seine Schauspielleistung in der Familiengeschichte "Die Manns". Die Rolle des Klaus Mann brachte ihm auch den Bayerischen Fernsehpreis ein.

 

Auch international gelang Sebastian Koch der Durchbruch: In dem Historiendrama "Napoleon" spielte er an der Seite prominenter Kollegen wie Gérard Depardieu, John Malkovich und Isabella Rossellini, in "Marie und Freud" war er der jugendliche Liebhaber von Catherine Deneuve. 2007 wurde Sebastian Koch von der italienischen Auslandspresse für seine Verkörperung des Dramatikers Georg Dreyman in Florian Henckel von Donnersmarcks Oscar-gekrönten Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" als Bester europäischer Schauspieler mit dem Globo d'Oro ausgezeichnet.

 

Comeback am Theater

Im Kino war er 2009 in der erfolgreichen Theodor-Fontane-Verfilmung "Effi Briest" in einer Hauptrolle zu sehen. Neben seiner Arbeit für Kino und Fernsehen ist Sebastian Koch auch ein gefragter Interpret literarischer und musikalisch-literarischer Hörbücher und entsprechender Live- Performances dieser Produktionen. Und auch am Theater setzte er 2006 nach langer Bühnenabstinenz wieder neue Akzente: Am Schauspielhaus Bochum feierte er als Lord Goring in Oscar Wildes "Ein idealer Gatte" unter der Regie von Armin Holz einen Kritiker- und Publikumserfolg.

 

Eine wirkliche Traumrolle gibt es für Sebastian Koch nicht. "Das würde ja heißen, etwas nachzujagen", sagt Koch. Das habe er noch nie gemacht. Er wisse ziemlich schnell beim Lesen eines Drehbuches, ob er das spielen wolle. Es gehe ihm nach wie vor darum, verschiedene Charaktere zu spielen. Das sei die wahre Herausforderung für einen Schauspieler: "Ich will immer wieder etwas Neues machen, was ich noch nicht kenne, wo ich selber wieder was lernen und erfahren kann."

 
 
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