Ein einzelnes U-Boot hält im Frühjahr 1915 vor der Halbinsel Gallipoli eine ganze Flotte in Atem. Seine Mission soll die Wende bringen in der alliierten Großoffensive gegen die türkischen Verbündeten des deutschen Kaisserreichs.
Seit August 1914 kämpfen Russland, Frankreich und Großbritannien gemeinsam mit ihren Kolonien gegen eine Allianz aus Deutschland, Österreich-Ungarn und dem Osmanischen Reich. An der Westfront ist der Krieg zum Stellungskampf erstarrt, zu ihrer Entlastung planen Briten und Franzosen, eine weitere Front im Osten zu eröffnen. Dazu soll die Meerenge zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer besetzt werden. Ein weiterer Vorteil des kühnen Plans: Eine wichtige Nachschublinie zu den Russen könnte geschaffen werden.
An der Meerenge vor Gallipoli ist man jedoch gerüstet. Seit Jahren wurden die türkischen Verbündeten von deutscher Seite auf den Ernstfall vorbereitet, ihre Marine steht unter deutscher Führung. Seeminen sollen zusätzlich die Einfahrt feindlicher Schiffe in die Dardanellen-Meerenge verhindern.
Nach dem Angriffsplan der Entente sollen 50.000 Soldaten auf der Halbinsel Gallipoli landen, um die Dardanellen vom Land her zu erobern. Um die Landung abzusichern, soll das australische U-Boot AE 2 die Dardanellen durchqueren, hinter den feindlichen Linien Verwirrung stiften und feindliche Nachschubtransporte auf die Halbinsel unterbinden.
Kapitän der AE 2 ist Henry Stoker, vor ihm sind bereits zwei andere U-Boot-Kapitäne an der Mission gescheitert. Am 25. April 1915 erreichen er und seine 32 Männer die Dardanellen. Mit mehr Glück als Verstand schaffen sie den Weg durch die verminte Einfahrt.

Zur Orientierung muss die AE 2 immer wieder auftauchen, dabei trifft Stoker auf ein türkisches Kanonenboot und lässt es sofort torpedieren. Der Angriff hätte zu keinem günstigeren Zeitpunkt erfolgen können, denn auf der anderen Seite der Halbinsel Gallipoli hat die Landung der alliierten Truppen bereits begonnen.
4000 australische und neuseeländische Soldaten stürmen bei Gaba Tepe an Land und geraten in heftiges Abwehrfeuer. Auch ein türkisches Kriegsschiff in den Dardanellen hält die Landungsboote mit Granatfeuer vom Ufer fern. Doch als es die AE 2 sichtet, zieht es sich zurück und gibt den Landungstrupps die Chance, einen Brückenkopf am Strand zu errichten.

Nach dem erfolgreichen Ablenkungsmanöver geht Kapitän Stoker wieder auf Tauchfahrt um sich der Verfolgung durch türkische Kanonenboote zu entziehen. Erst im Schutz der Nacht macht sich die AE 2 auf den Weg ins offene Marmarameer. Die erfolgreiche Mission ermutigt den britischen Oberkommandierenden, die Landung auf Gallipoli trotz der starken feindlichen Gegenwehr fortzusetzen. Acht Monate später wird sich das als Fehlschlag herausstellen. Die Alliierten beklagen 250.000 Tote und Verwundete.
Die Türken stellen ihre Schiffstransporte auf dem Marmarameer ein, die See wimmelt von feindlichen Kriegsschiffen, die nach der AE 2 suchen. Eine aussichtslose Lage für Kapitän Stoker. Als er auf ein weiteres Torpedoboot trifft, muss sich Stoker nach einem spektakulären Fluchtversuch ergeben. Dreieinhalb Jahre leben Stoker und seine Männer in türkischer Kriegsgefangenschaft. Vier von ihnen sterben an Krankheiten, der Rest kehrt nach dem Krieg nach Hause zurück.