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12. Februar 2012
 

ZDFneo

 
Die Hunnen überfallen einen gotischen Treck. Quelle: ZDF
Die Hunnen hatten im Jahre 375 die Völkerwanderung ausgelöst.

neoDokus

Der Kampf um Rom

Bedrohung für die Weltmacht

"Nach Kunde der Alten" berichtete der Historiker Jordanes vom Schicksal der Westgoten. Bisher hatten sie friedlich in der Nachbarschaft des Römischen Reiches gelebt. Aber dann kamen die Hunnen.

 
 
 

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Sendedatum

Sehen Sie die Doku am 17. November um 20.15 Uhr in ZDFneo.

Im Jahr 376 nach Christus hatten sich Kinder, Frauen und Männer mit ihren Habseligkeiten an der Donau gesammelt, an der Grenze zum Römischen Reich. Es dauerte Wochen, alle auf notdürftig zusammengezimmerten Flößen in Sicherheit zu bringen. Man wusste, dass die beutegierigen Hunnen waren im Anmarsch.

 

Gefahr für ganz Europa

"Viele Völker hatten die Hunnen bereits überfallen und unterworfen. Dann fielen sie auch ins Land der Goten ein. Sie überrannten sie und vertrieben sie mit Gewalt aus ihren Wohnsitzen." Furchtbares hörte man von den Waffen der Hunnen und ihrer unglaublichen Reichweite. Schreckliches erzählte man über ihr Aussehen. Als einziger Ausweg blieb den Westgoten die Flucht über die Donau. Sie baten Kaiser Valens um Aufnahme und gelobten, sich seiner Herrschaft zu unterwerfen, nach seinen Gesetzen zu leben und Christen zu werden.

 
Goten überqueren die Donau im Jahr 376 auf der Flucht vor den Hunnen. Quelle: ZDF
ZDF
Goten überqueren die Donau im Jahr 376 auf der Flucht vor den Hunnen.

Aus den Tiefen der Steppen Asiens waren die Hunnen gekommen. 375 unterwarfen sie Alanen und Ostgoten und trieben die Westgoten vor sich her. Ihr Heer war dazu geschaffen, die Welt zu erschüttern. Sie tauchten auf, wo man sie am wenigsten erwartete und überfielen die Völker mit Raub und Hinterlist. Für die Menschen der Antike waren sie die "fürchterlichsten aller Krieger". Nie zuvor hatten sie solch eine brutale Kriegsführung erlebt.

Kriegerische Reiternomaden

Auf ihren wendigen Pferden saßen die Hunnen, als wären sie eins mit ihnen. Keiner von ihnen rührte einen Pflug an und bebaute den Acker. Sie waren kriegerische Reiternomaden - alles, was sie brauchten, raubten sie: Getreide, Vieh, Gold, sogar Menschen. Auch wenn viele kleinere Gruppen auf eigene Faust plündernd umherzogen, die Hunnen waren weit mehr als eine Ansammlung wilder, undisziplinierter Horden. Sie ordneten sich völlig ihren Führern unter, waren zu weiträumigen strategischen Aktionen fähig und somit eine Gefahr für ganz Europa.

 

Der ungarische Archäologe Peter Tomka hat einen bedeutenden Hunnenschatz ausgegraben: den Fund von Pannonhalma. Unscheinbare Goldfolien gehören dazu. Mit ihnen konnte er einen der gefürchteten Reflex-Bögen rekonstruieren. Die Wunderwaffe der Hunnen, die wegen ihrer Reichweite und wegen ihrer Durchschlagskraft gefürchtet war.

Antike Supermacht

Aus anderen Goldbeschlägen gelang es dem Archäologen Tomka, das Zaumzeug der Hunnenpferde zu rekonstruieren. Sie führten die Pferde an Trensen und setzten ihnen erstmals richtige Sättel auf, die den Reitern Halt gaben. So waren die Hunnen wendige Reiter und gefürchtete Bogenschützen zugleich. In vollem Ritt konnten sie ihre Pfeile abschießen, bis zu 30 in der einer Minute.

 

Ein anderer bedeutender Fund ist ein schwerer Opferkessel der Hunnen aus ihrem Reich nördlich der Donau. Unter ihrem König Attila wurden sie zu einer antiken Supermacht. Attila strebte nach der Weltherrschaft. Seine legendäre Residenz wird zwischen Donau und Theiß vermutet.

 
 
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