Seit 1997 ist das nachtstudio ein fester Bestandteil der Kultur im ZDF. Auch nach mehr als zehn Jahren bleibt der Anspruch der Diskussionsrunde an Volker Panzers Kamin unverändert.
Das nachtstudio "dokumentiert die Möglichkeiten des Mediums Fernsehen, dem Sog der Selbsteinbildungen, den es selber nährt, zumindest einige Wellenbrecher entgegenzusetzen: den interdisziplinären Diskurs, den statementbereinigten Gedankenaustausch, die freie Assoziation im besten psychoanalytischen Sinn." (Dr. Hans Helmut Hillrichs, ehemaliger Hauptredaktionsleiter Kultur und Wissenschaft, ZDF Jahrbuch '99, S. 143.) So könnte man die Sendung auch als fernsehgebührenpflichtige Therapiestunde verstehen ...
Es geht im nachtstudio um Themen, die uns alle angehen - von "Was ist Glück?" oder "Haben wir einen freien Willen?" bis hin zu großen Menschheitsfragen wie "Leitwissenschaft Biologie"; es geht um aktuelle Diskussionen - wie das Nachdenken über den 11. September ein Jahr danach oder die Frage nach der Schule der Zukunft; und es geht immer wieder um Abseitiges und Ungewohntes wie den "Sinne der Berge" oder die Frage: "Was will der Wind?".
Und was in der Bandbreite der Themen sich zeigt, bestimmt auch die Auswahl der Gäste. Eigenwillige Denker aus Kunst und Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft sind im nachtstudio willkommen - pessimistische Warner ebenso wie heillose Optimisten; Ironiker wie Pragmatiker; prominente Persönlichkeiten neben schüchternen Zeitgenossen. Entscheidend ist, dass verschiedene Blicke auf ein Thema geworfen werden, damit sich neue Denkansätze entfalten können.
So bietet das nachtstudio im Fernsehen ein Forum für Zukunftsfragen und Kreuz- und Quergedanken, auf dem Seilschaften durch die Unübersichtlichkeit des 21. Jahrhunderts geknüpft werden sollen, und macht als Gesprächsformat mit Format nicht nur Fernsehen, sondern auch Geschichte.
Sonntags kurz nach Mitternacht im ZDF