Jede Woche aktuell: Neuigkeiten und Skurriles aus der Umwelt
Klarstellung
Der Europäische Gerichtshof hat im Streit um die Einbeziehung von Flugzeugabgasen in den europäischen Emissionshandel ein wichtiges Gutachten herausgegeben. Demnach gelten die Verschmutzungszertifikate ab dem Januar 2012 für alle Fluggesellschaften. Amerikanische und kanadische Fluglinien hatten dagegen geklagt. Sie seien keine EU-Staaten und somit auch nicht vom europäischen Emissionshandel betroffen. Doch der ist juristisch gesehen mit dem internationalen Luftverkehrabkommen vereinbar.
Bilanz
Ein Jahr nach der Rotschlammkatastrophe in der ungarischen Stadt Kolontar hat der WWF Luftbilder aufgenommen. Sie zeigen, dass die Region noch immer verseucht ist. Rötliche Giftmassen lagern nach wie vor in Böden sowie in Flüssen Schwermetalle ab. In Folge des Unfalls in einem Aluminiumherstellungsbetrieb hat die Regierung versprochen, alle gefährlichen Altlastenstandorte zu erfassen. Bislang aber ohne Ergebnis.
Spurensuche
Die Ursache für das massenhafte Amselsterben in Süddeutschland ist jetzt bekannt. Wissenschaftler haben das Usutu-Virus in den toten Tieren nachgewiesen. Der tropische Erreger stammt aus Afrika und ist auch auf Menschen übertragbar. Bisher sind aber keine Infektionen bekannt. Das Virus kann sich während der kalten Herbst- und Wintermonate schlecht vermehren. Deshalb warnen die Experten vor Panik.
Rückzug
Die Algenart Caulerpa taxifolia verschwindet langsam aus dem Mittelmeer. 1984 gelangte die rasend schnell wachsende Alge aus den tropischen Gewässern nach Europa. Weil sie Pflanzen und Tieren Licht sowie Nährstoffe nimmt, wird sie als Killeralge bezeichnet. Nun rätselt die Fachwelt, warum sich die Algenart zurück zieht. Die Natur habe wohl selbst eine Lösung für das Problem entwickelt.