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Weltjugendtag 2008 in Sydney

 
Rebecca Ries. Quelle: ZDF
Altenberg anstatt Australien: Rebecca erlebt den WJT aus der "Ferne".

Weltjugendtag 2008

Helferin statt Pilgerin

Rebecca engagiert sich im Weltjugendtag-Camp Altenberg

Rebecca möchte beim Weltjugendtag dabei sein. Nach Australien hat sie es nicht geschafft. Dank Public Viewing, Workshops und einem Festivalprogramm ist Sydney jedoch ganz nah: Gemeinsam mit ihren Freunden feiert Rebecca das Glaubensfest in Altenberg bei Köln in einem Camp und kann Sydney quasi zu Hause erleben. Im ZDFblog wird sie von dem WJT-Camp berichten.

 
 
 
 

ZDF: Wie hast Du den Weltjugendtag (WJT) in Köln 2005 erlebt?

Rebecca: Den WJT in Köln habe ich als ein riesengroßes Fest erlebt, zu dem Tausende Jugendliche aus der ganz Welt zusammengekommen sind, um sich kennenzulernen, friedlich ihren Glauben zu feiern, zu lachen, zu singen und den Papst zu treffen.

ZDF: Wofür steht deiner Meinung nach der Papst? Was bedeutet er für Dich?

Rebecca: Der Papst ist einfach ein Teil des WJT. Papst Benedikt XVI. ist in die Fußstapfen von Johannes Paul II. getreten und hat die Rolle des Gastgebers des WJT übernommen. Und das ist er eigentlich auch für mich. Ich finde, dass der WJT eigentlich eine große Glaubensfeier ist und wie das bei einer Feier so ist, sollte sich der Gastgeber auch sehen lassen. Ich finde es schön, dass er kommt und alle Pilger zum Höhepunkt des WJT, der Vigil, zusammenruft. Die Vigil war übrigens für mich eigentlich der bewegendste Moment beim letzten WJT.

 
Jugendliche bei Kerzenschein beim Gottesdienst. Quelle: WYD 2008
WYD 2008
WJT 2005 in Köln: Bei der Vigil (lateinisch "vigilare": wachen) wird über mehrere Stunden in der Nacht bis in den frühen Morgen gebetet.
 

ZDF: In einer Zeit, in der die Kirche junge Menschen nur noch schwer erreichen kann, engagierst Du Dich ganz bewusst. Was bedeutet Glauben für Dich?

Zitat

„Mein Glaube ist einfach mein Leben. Ich trenne das eigentlich gar nicht. “

Rebecca

Rebecca: Mein Glaube ist einfach mein Leben. Ich trenne das eigentlich gar nicht. Für mich ist das ganz normal und das war es auch mein ganzes Leben lang. Da bin ich auch meinen Eltern echt dankbar, dass sie mich christlich beziehungsweise katholisch erzogen haben. Ich engagiere mich, weil es wunderbar ist, von einem Event nach Hause zu kommen und sagen zu können: Ich habe dazu beigetragen, dass das alles so gut gelaufen ist und dass so viele Leute eine schöne Zeit hatten.

 

ZDF: Hast Du mit dem Gedanken gespielt, auch nach Down under zu reisen? Woran ist das gescheitert?

 

Rebecca: Als ich den Satz "...the next World Youth Day will take place in Sydney, Australia" gehört habe, war mein erster Gedanke: "Da muss ich hin." Aber mit der Zeit kam dann für mich als Schülerin die Einsicht, dass mein Taschengeld einfach nicht dafür ausreicht, um um die halbe Welt zu fliegen. Außerdem bleiben viele meiner Freunde, die ich beim WJT in Köln kennengelernt habe, auch hier. Weil sie arbeiten müssen, auch kein Geld haben oder wie ich auch zum WJT-Camp Altenberg(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) fahren.

Flyer Camp Altenberg. Quelle: Erzbistum Köln
Erzbistum Köln
Flyer vom Camp in Altenberg

ZDF: Wie kam es zu Deinem Engagement und zur Entscheidung: "Helfen in Altenberg" statt Pilgern nach Australien?

Rebecca: Als ich mich dazu entschlossen hatte, nicht nach Australien zu fliegen, war eigentlich klar, dass ich als Helfer zum Camp fahre. Das wird ja von der Abteilung Jugendseelsorge organisiert und ich bin eigentlich seit dem WJT 2005 bei allen Events als Helfer dabei. Das war also selbstverständlich für mich und ich wurde auch automatisch eingeplant.

Nach Sydney wäre ich allerdings nur als Pilgerin und nicht als Helferin gefahren, weil ich nach dem WJT hier bei uns einfach mal wissen wollte, wie das so ist, eine Pilgerin zu sein...

 

ZDF: Wie bringst Du Dich in die Vorbereitung ein? Wie sieht so ein Ablauf in dem Camp aus?

 

Rebecca: Ich werde im Camp quasi das "Mädchen für alles" sein. Wo ich gebraucht werde, werde ich helfen. Das geht von Helfen an der Einfahrt und Leute reinlassen über Check-In und Essensausgabe bis zu Stühle-Hin-und-Hertragen und Sachen-Auf-und-Abbauen. Ich bin auch schon früher als die anderen Helfer da, weil ich noch die "Pilgerpakete" (Shirt, Lanyard, Liederbuch usw.) für die Camper fertigmachen muss - und das sind mehrere hundert Stück...

 

Infobox

Weltjugendtag in deutschen Camps erleben

Das Camp Altenberg steht unter dem Motto "Kraft - Geist - Zeugen sein". Wie in Altenberg feiern junge Menschen in anderen Weltjugendtag Camps in Deutschland(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) gemeinsam ihren Glauben in Workshops, bei Gottesdiensten, mit Festivalprogrammen. In Public Viewings möchten sie den Weltjugendtag in Sydney miterleben. Den Abschlussgottesdienst sowie weitere Top-Events vom WJT werden in der ZDFmediathek verfügbar sein.

 
 

ZDF: Was ist das besondere an Eurem Camp?

Rebecca: Eigentlich ist unser Camp (Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) wie ein kleiner Weltjugendtag, weil alles da ist, was so dazu gehört: super viele Workshops, Liturgie, Möglichkeiten zur Beichte, Übertragungen aus Sydney ins Camp und aus dem Camp nach Sydney, jede Menge Leute, die Lust haben zu singen und miteinander zu feiern und Spaß zu haben.

ZDF: Gibt es auch "Vorteile" gegenüber dem WJT in Sydney?

 

Rebecca: Naja - als größten Vorteil würde ich es sehen, dass wir nicht 24 Stunden lang um die halbe Welt fliegen müssen, sondern das Event quasi direkt vor unserer Haustür haben. Und außerdem ist es in Australien ja gerade Winter und da kann es sein, dass es tagsüber nur 8 Grad warm bzw. kalt ist. Da haben wir es schon etwas besser, wobei es natürlich auch nicht zu heiß werden oder gar regnen sollte...

 

ZDF: Worauf freust Du Dich persönlich am meisten?

EXTERNE LINKS

Rebecca: Ich freue mich am meisten darauf, das "WJT-Feeling" wieder zu spüren, die Zusammengehörigkeit, die eigentlich in allem, was man in diesen Tagen macht, zu spüren ist, ob beim gemeinsamen Singen, Essen oder Beten. Außerdem freue ich mich riesig, dass so viele Leute dabei sind, mit denen ich auch beim WJT 2005 zusammen war und wir uns gemeinsam daran zurückerinnern können. Und es kommt ja auch - wenn auch nur auf der Leinwand - der Papst!

 

Infobox

Rebecca berichtet im Online-Tagebuch

Ab Dienstag berichtet Rebecca im Blog: Weltjugendtag(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) vom WJT-Camp in Altenberg. Drei weitere Blogger erzählen von ihrer Reise und den Erfahrungen auf dem Weltjugendtag vor Ort in Sydney. ZDF-Reporter berichten aus journalistischer Sicht.

 
 
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