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12. Februar 2012
 

Abenteuer Wissen

 
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Ein Containerschiff läuft vom Stapel.

Abenteuer Wissen

Schwimmende Frachtriesen

Die Grenzen des Schiffsbaus

Für die größten Frachtschiffe der Welt wird selbst der neue Panamakanal noch zu klein sein. Die gigantischen Containerriesen der so genannten Super-Postpanamax-Klasse können rund ein Drittel mehr Fracht tragen als die bislang größten Schiffe. Doch sind ihre Maße das Maximum des technisch machbaren?

 
 
 
 

Sie heißen Emma, Eleonora, Estelle, Evelyn, Ebba, Elly, Edith, Eugen und sind alle Geschwister: die größten Containerschiffe der Welt, gebaut von der dänischen Containerschiffsreederei Maersk. Die acht Riesen der so genannten E-Klasse sind alle baugleich und in jeder Hinsicht absolute Weltrekordhalter. Allein das Fassungsvermögen ist mit mindestens 11.000 Standardcontainern ein Superlativ.

 

Ein Riese im Hafen

Die "Estelle Maersk" ist eines der größten Containerschiffe der Welt -397 Meter lang und 56 Meter breit, genau wie ihre Geschwister. Dazu kommt ein Tiefgang von bis 16,5 Metern. Bei solchen Ausmaßen kann der Riesenpott nur ganz wenige Häfen anlaufen.

 
Die Estelle Maersk in Bremerhaven. Quelle: ZDF
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Die "Estelle" im verbreiterten Hafen von Bremerhaven

In Bremerhaven musste eigens die Wendestelle auf 600 Meter verbreitert werden, was für einen solchen Giganten immer noch ziemlich eng ist. Andere Häfen wie etwa Hamburg sind wegen des Tiefgangs überhaupt nicht mehr zu erreichen.

 

Die Schiffe der E-Klasse sind auf der Fernost-Linie im Einsatz, sie verbinden im Wochenrhythmus Europa mit China. Pro Strecke benötigen sie dafür etwa sechs Wochen - und dabei gehören sie zu den schnellsten Frachtschiffen der Welt. Mit 109.000 PS bringt es der Dieselmotor - der größte 12-Zylinder der Welt - auf etwa 26 Knoten, das sind knapp 50 Kilometer pro Stunde.

 
Der Motor der Estelle Maersk. Quelle: ZDF
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Der größte Motor der Welt

Bei guter Auslastung verbraucht ein Schiff pro Container nur 2,6 Liter Schweröl auf 100 Kilometer - das ist Rekord. Und das geht nur, wenn riesige Containermassen auf einmal transportiert werden. Würde die gesamte Fracht der "Estelle" auf Schienen abtransportiert, hätte der Zug eine Länge von 80 Kilometern.

 

Super-Frachter der Zukunft

Viele Reeder folgen dem Beispiel von Maersk und bestellen immer größere Containerschiffe. Der Trend geht eindeutig zum Riesenfrachter. Doch wie sich solche Kolosse im Wasser verhalten, wird in der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt erforscht. Der Ingenieur Uwe Hollenbach lotet die Grenzen des Machbaren aus. Er hat festgestellt, dass sich das Verhalten solcher Schiffe im Wasser nicht exakt im Computer simulieren lässt. Es gibt einfach noch zu wenig Erfahrung mit diesen Giganten. Die Form der Schiffe ist eminent wichtig, denn sie bestimmt den Treibstoffverbrauch.

 
Test in der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt. Quelle: ZDF
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Test in der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt

Die Techniker in der Werkstatt bauen Modelle nach den Plänen der Werften. Nicht selten probieren die Schiffbauer gleich mehrere Rümpfe aus, um sich dann für den besten zu entscheiden. Schließlich verbrauchen solche Schiffe über 14.000 Liter Schweröl in der Stunde - da kommt es manchmal sogar auf den Anstrich an, um den Verbrauch möglichst niedrig zu halten. Auch Motor und Schiffspropeller werden von Hollenbach und seinen Kollegen getestet. Ihre nüchterne Erkenntnis: Schiffe können eine bestimmte Größe nicht überschreiten - es gibt einfach keine passenden Antriebmaschinen. Und Uwe Hollenbach ergänzt: "Selbst wenn man dann aber größere Motoren hätte, die Wassertiefe in den Häfen ist beschränkt ..."

 
 
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Video Der neue Panamakanal

Die ganze Sendung als Abrufvideo