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Weltjugendtag 2008 in Sydney

 
Franz Josef Bode. Quelle: ZDF
Franz Josef Bode im Interview

Weltjugendtag 2008

Schwung für
deutsche Kirche

Jugendbischof Bode zieht positive Bilanz

von Jürgen Erbacher

Eine Globalisierung von Glaube, Hoffnung und Liebe - das ist nach Ansicht des deutschen Jugendbischofs Franz Josef Bode der Weltjugendtag. Zum Abschluss des Großtreffens zog er in Sydney eine positive Bilanz.

 
 
 
 

Die Reise ans andere Ende der Welt hat sich gelohnt. Davon ist Bischof Franz Josef Bode überzeugt. Die 6000 Jugendlichen aus Deutschland, die nach Down under gereist sind, hätten hier Weltkirche in einer ganz neuen Dimension erfahren. "Die Jugendlichen haben die Buntheit der weltweiten Kirche erlebt und zugleich die Einheit mit und durch den Papst", so der Osnabrücker Bischof im ZDF-Interview.

 

Weltjugendtag bringt neuen Schwung

Franz Josef Bode zeigte sich überzeugt, dass der Weltjugendtag auch neuen Schwung für die Kirche in Deutschland bringen werde. "Es ist wichtig für die Jugendarbeit, dass hier eine Grunderfahrung von Kirche geschaffen wird, die positiv ist, die man nicht immer als Gruppe oder einzelner vor Ort machen kann."

 

Dabei haben die Weltjugendtage auch eine konkrete Auswirkung auf die Jugendarbeit. Seien früher vor allem die neuen geistlichen Bewegungen Träger der Weltjugendtagsidee in Deutschland gewesen, seien heute alle Träger kirchlicher Jugendarbeit, so auch die Jugendverbände, beteiligt. Dieses Miteinander sei Frucht der Weltjugendtage. Unter den deutschen Teilnehmern in Sydney seien sehr viele junge Erwachsene, so Bode. Das sei eine Gruppe, die in Deutschland oft nicht so sehr im Blickpunkt kirchlicher Arbeit stehe. Dass solle sich in Zukunft ändern.

 

"Ekstase" in Madrid?

Mit Blick auf den nächsten Weltjugendtag 2011 in Madrid zeigte sich Jugendbischof Bode gegenüber Journalisten gespannt, welches Gesicht die Spanier dem Treffen geben werden. Die Spanier hätten eine besondere katholische Tradition, die von großen Prozessionen wie dem Pilgerweg nach Santiago und von großen religiösen Festen geprägt sei. "Da spielen Begeisterung und Ekstase eine große Rolle." Nicht von ungefähr kämen viele der großen Mystiker aus Spanien, so Bode. Gleichzeitig sei Spanien ein Land, "in dem es eben auch all die Spannungen der modernen Welt gibt".

 
 
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