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11. Februar 2012
 

ZDFinfo

 
Taucher im Meer. Quelle: imago
Ruhe und Schweben unter Wasser ist wie Meditation

Sportcheck

Schweben unter Wasser

Nicht billig, aber das Geld wert: Tauchsport

Unter Sporttauchen versteht man das Tauchen aus rein sportlichen Gesichtspunkten, also das Tauchen aus Spaß und zur körperlichen Betätigung. Unterschieden wird beim Sporttauchen zwischen dem Gerätetauchen und dem Freitauchen, auch Apnoetauchen genannt.

 
 
 
 

Beim Freitauchen atmet der Taucher ein Mal ein und nutzt dann nur diesen Luftvorrat. Das Apnoetauchen hingegen kannte man schon in der Steinzeit. Es ist die älteste Art zu tauchen. Im Hochleistungsbereich liegt der aktuelle Weltrekord, gehalten von Stéphan Mifsud aus Frankreich, bei 11 Minuten 35 Sekunden. Weiter verbreitet und immer mehr auf dem Vormarsch ist aber das Gerätetauchen zum Beispiel mit Pressluft. Hierfür wird eine spezielle Ausbildung benötigt.

 

Einstieg und Kosten

Im Prinzip ist Tauchen in jedem Alter möglich - vorausgesetzt, man ist gesund und kann schwimmen. Wo es Schwimmhallen gibt in Deutschland, da gibt es meist auch Tauchvereine. An die sollte man sich wenden, um zu erst einmal einen Schnupperkurs im Schwimmbad zu machen. Das hilft herauszubekommen, ob man überhaupt Spaß am Tauchen findet. Das Equipment wird dafür in den meisten Fällen gestellt. Zuerst wird das Schwimmen mit Flossen und Schnorchel geübt. Dann gibt es eine kurze Einführung in das Tauchen mit Gerät. Die ersten Tauchgänge im tiefen Becken sind ebenfalls Bestandteil des Schnupperkurses.

 
Taucher steigt aus dem Wasser. Quelle: ZDF
ZDF
Vor dem Tauchen Tauglichkeit beim Arzt prüfen lassen

Wer danach seine Liebe zum Tauchen entdeckt hat, für den steht die Ausbildung für den Grundschein an. Tauchen ist kein billiger Sport. Die Kosten der ABC-Ausrüstung für Einsteiger sind mit 100 bis 150 Euro für Flossen, Schnorchel und Brille noch relativ erschwinglich. Weniger als diese Summe sollten Sie auch nicht investieren. Und am besten Billigangebote meiden und beim Kauf darauf achten, dass man den Schnorchel verträgt (PVC) und die Brille gut sitzt. Für das volle Equipment müssen später bis zu 3000 Euro eingeplant werden.

 

Gesundheit und Fitness

Tauchen ist ein gesunder Sport. In den Vereinen sind Taucher die meiste Zeit des Jahres im Schwimmbad anzutreffen. Regelmäßiges Flossenschwimmen steigert die Fitness. Mit Tauchunfällen muss man zwar rechnen, diese sind aber meist auf Fehlverhalten der Taucher zurückzuführen. Als Anfänger, aber auch später als ausgebildeter Taucher, sind regelmäßige Tauglichkeitsuntersuchungen bei einem Arzt notwendig.

Junge schwimmt unter Wasser und hält die Daumen hoch. Quelle: dpa
dpa
Üben beim Schnupperkurs im Schwimmbad

Diese Tauchtauglichkeit kann jeder Arzt bestätigen. Zu empfehlen sind jedoch Sportärzte, Allgemeinmediziner oder noch besser Tauchmediziner. Wichtige Bestandteile bei der Tauglichkeitsuntersuchung sollten sein:
- Prüfung von Herz und Kreislauf (EKG bzw. Belastungs-EKG)
- Untersuchung von Lunge, Lungenvolumen und Atemwegen
- Untersuchung der Ohren und der Nebenhöhlen
Generell nicht zu empfehlen ist das Tauchen für Menschen mit Anfallsleiden (Epilepsie). Auch Zuckerkranke sind bei einer Unterzuckerung stark gefährdet und sollten eher vom Tauchen Abstand nehmen. Bei starkem Übergewicht kann die Tauchtauglichkeit ebenfalls eingeschränkt oder gar nicht gegeben sein.

 

Erlebnis und Spaß

Natürlich sind die Tauchurlaube in den Unterwasserparadiesen dieser Welt das, wovon Taucher am meisten schwärmen. Doch das Erleben der bunten Unterwasserwelt ist es nicht allein. Vor allem die Ruhe und das Schweben unter Wasser beschreiben viele Taucher als eine Art Meditation. Natürlich kann man auch in Deutschland tauchen, auch wenn es in Sachen Genehmigungen manchmal etwas schwierig ist. Nicht in jedem See, in dem man schwimmen darf, ist auch tauchen erlaubt.

 

Als Mitglied in einem Tauchverein hat man den Vorteil, dass schon ältere, erfahrene Taucher wissen, wo man tauchen darf. Außerdem finden sich an Wochenenden meist genügend Leute für geplante Tauchgänge. Alleine darf man sich nie unter Wasser begeben. Und: Im Verein bekommt am besten Antworten auf alle Fragen rund ums Tauchen.

 
 
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