Prof. Dr. Rüdiger von Rosen wurde 1943 auf dem Rittergut Grocholin in der Provinz Posen geboren. Nach seinem Abitur 1962 absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank in Frankfurt am Main. Ers studierte Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Bankbetriebslehre an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt, arbeitete bis 1973 beim Institut für Kapitalmarktforschung und promovierte dort mit einer Dissertation über "Der Zentrale Kapitalmarktausschuss - ein Modell freiwilliger Selbstkontrolle der Kreditinstitute".
Kurz darauf wechselte er zur Deutschen Bundesbank, wo er bis 1986 in verschiedenen Funktionen tätig war: zunächst als Assistent des Bundesbankpräsidenten Otmar Emminger, später für Karl Otto Pöhl, dessen Büro er von 1980 an leitete; vier Jahre später unterstand ihm in seiner Position als Bundesbankdirektor die Hauptabteilung Presse und Information.
Von 1986 bis 1992 wirkte er als Geschäftsführer für die Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen, bevor er von 1990 bis 1994 der Deutschen Börse AG in Frankfurt vorstand. Seit Anfang 1995 ist er Vorstandschef des Deutschen Aktieninstituts, dem Verband der börsennotierten Aktiengesellschaften und Institutionen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung zählt ihn "am Finanzmarkt Frankfurt zu den unverwechselbaren Akteuren", was nicht nur an seinem ironisch eingefärbten Kommunikationstalent, "sondern auch an einem breiten Interessenspektrum, das mit Geldmarkt, internationalen Beziehungen, dem Erklimmen richtig hoher Berge in Tibet, Nepal oder Afrika, moderner Kunst oder Aktienakzeptanz längst nicht erschöpft" sei. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse ist Ehrendoktor der Universität Kiew, Professor an der Frankfurter Universität und Konsul von Lettland. Rüdiger von Rosen ist Autor zahlreicher Fachpublikationen, zuletzt "Wertorientierte Unternehmensüberwachung durch den Aufsichtsrat" (2005), "Die börsennotierte Familienaktiengesellschaft" (2006) sowie "Aktie und Kapitalmarkt" (2008).