Bereits als junge Frau hat die Wirtschaftswissenschaftlerin eine beeindruckende Karriere vorzuweisen. Nach mehreren Stationen weltweit wird sie 39-jährig in das bedeutendste Gremium berufen, das die Bundesregierung in Sachen Wirtschaft berät.
Beatrice Weder wird 1965 in Basel als Tochter eines Chemiemanagers geboren. Sie verbringt ihre Kindheit und Jugend in Guatemala, wo sie die deutsche Schule besucht. Mit 16 Jahren kehrt sie in die Schweiz zurück.
Nach dem Abitur und dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Basel, das sie 1993 mit dem Doktorat abschließt, arbeitet sie als Ökonomin beim Internationalen Währungsfonds und bei der Weltbank. Von 1998 bis 2000 ist sie an der Universität Basel als Assistenzprofessorin tätig, wo sie sich auch habilitiert. Ab 2001 lehrt Beatrice Weder Wirtschaftspolitik und Makroökonomik an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.

Über die akademische Welt hinaus bekannt wird Weder di Mauro, als sie 2004 als erste Frau und Nichtdeutsche unter größter öffentlicher Aufmerksamkeit in den "Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" berufen wird. Diese "Fünf Weisen" kommentieren alljährlich und medienwirksam die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung mit einem kritischen Gutachten. Wer in Deutschland in den Sachverständigenrat berufen wird, hat es geschafft, kein anderer wissenschaftlicher Job in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt bringt mehr Prestige.