Im Jahr 2008 noch hat Gero von Boehm in seiner Reihe "Die Paläste der Macht" alteingesessene Superreiche und Supermächtige porträtiert: den Aga Khan, das thailändische Königshaus und den Sultan von Brunei. Seine neueste Dokumentation beschäftigt sich mit - im wahrsten Sinne des Wortes - Neureichen. Der Autor zeigt einige der nach dem Ende der Sowjetunion groß gewordenen russischen Oligarchen und wie diese ihren Reichtum präsentieren und verprassen - einen Reichtum, von dem niemand genau sagen kann, woher er rührt.
Die "Hure Babylon" hat Quartier an der Moskwa bezogen: Moskau bleibt selbst in Krisenzeiten das niemals schlafende, schillernde Mekka der neuen Zaren. Russlands Milliardäre haben sich in exklusiven, schwer bewachten Wohnparks eingerichtet und lassen Nacht für Nacht in Privatklubs die Puppen tanzen. Die Bälle, die sie veranstalten, erinnern an den dekadenten Prunk der Zarenzeit. Die Zentralen ihrer Imperien gleichen Festungen.

Wo ansonsten strengstes Kamera- und Frageverbot herrscht, gelangen Gero von Boehm und seinem Team intime Einblicke in das geheimnisvolle Universum der reichen Russen. Wer sind die scheuen Herren in ihren Maybach-Limousinen? Ist es nur Größenwahn und Gier, was sie treibt? Welche Vision haben sie für sich selbst und für ihr Land, das jetzt schweren Zeiten entgegen geht?
Die Doku über Russlands neue Zaren im ZDFdokukanal
Weitere Sendezeiten entnehmen Sie bitte dem Programm des ZDFdokukanals.
Das Schicksal der neuen Zaren und ihrer oft weit verzweigten Clans ist so eng wie in keinem anderen Land mit der Politik verknüpft - in diesen Monaten macht sich das besonders bemerkbar. Die Macht wird zwischen Kreml und Milliardären neu verteilt.