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13. Februar 2012
 

Frontal21

 
nächste Sendung: 21.02.2012

Archiv: AOK-Rabatte auf Krankmacher

Die Reportage lässt meiner Meinung nach einige Zweifel an der Neutralität der Berichterstattung aufkommen.
Jeder Ladenbesitzer wird als ahnungsloser Gehilfe vor der Kamera über den Inhalt der geschäftlichen Vereinbarung zwischen ihm und der AOK verhört. Da hier ein sehr schlechtes Bild auf die AOK geworfen wird, fällt dies automatisch auch auf die Ladenbesitzer zurück. Bei dem Interview wurden genau diese Geschäftsbeziehungen dem Herrn Vorstandsvorsitzenden (zu dem äußere ich mich später) vorgeworfen. Somit werden die Läden als Negativbeispiel aufgeführt und hätten in diesem Kontext garantiert kein Interview gegeben. Als Beweis die versteckte Kamera beim Fastfood. Von einer neutralen und offenen Berichterstattung kann hier wohl kaum die Rede sein.

Die AOK steht hier am Pranger und hat das "Ach-so-böse" Geschäft mit MC-Donnalds oder Burger-King abgeschlossen ...ist ja mal ein Unding. Vor allem da hier der Kunde wirklich sehr stark an der Nase herumgeführt wird, in dem ihm entgegen anderer "Plus-Spar-Payback" etc. Karten nun tatsächlich ein spürbarer finanzieller Vorteil erwächst, siehe Eiscaffé oder Weinhandlung. (ist ironisch gemeint !!!)
Als Vergleich: Bei Payback erhält man einen Punkt pro 2 Euro Umsatz. Dieser Punkt hat einen Gegenwert von ca. 1 Cent.
Wo man bei Burger-King oder den anderen Läden 1 Cheeseburger, eine Flasche Wein etc. erhält, bekommt man bei den anderen "Rabatt-Karten" wie gesagt 1 Cent, pro 2 Euro. Damit ich mir also über Payback, theoretisch, einen Cheeseburger kaufen kann, muss ich erst mal für fast 200 Euro regulär eingekauft haben. Dafür bekommt man mit der AOK-Plus Karte 20 Cheeseburger oder 6 Flaschen wein Gratis!!
Also Frontal, berichtet doch mal bitte genauso "unabhängig und neutral" über die Volksverdummung PAYBACK!!!!

So, aber jetzt mal weiter im Text:
Beleuchten wir mal die geschäftlichen Begebenheiten dieser Vereinbarung zwischen AOK und den Ladenbesitzern:
Man sollte sich mal überlegen was hier tatsächlich der Fall ist:

1.) Das Geschäft macht mehr UMSATZ, da mehr Kunden kommen.
2.) Die AOK bekommt mehr Kunden, da sie die Geschäfte als Anreiz anbietet.
3.) Der Kunde verdient direkt beim Einkauf in Form seiner Rabatte/ Preisnachlässe die er direkt beim Einkauf erhält.... und dies spürbar.

Na und? Ist die AOK etwa ein Wohlfahrtsverein, der nicht mit interessanten Geschäftsideen versuchen darf die Ausgaben klein zu halten und dadurch auch den Beitragssatz eines jeden Versicherten?
Es ist eine Situation bei der JEDER Beteiligte gewinnt. Wer diese Karte nicht braucht, soll sich woanders versichern und schauen was für Beiträge oder Konditionen er bei den anderen Krankenkassen aus den Rippen leiern kann. Vor allem die Wohlstandsgesellschaft sollte sich mal überlegen, woher die hohen Beiträge bei den AOK´s, IKK´s etc. kommen und warum diese BKK´s überhaupt so günstig sein können??? Ein Blick auf die Alters und Krankenstruktur der versicherten Mitglieder schafft Abhilfe.

Kommen wir aber zum Beitrag zurück:
Vor allem der Hinweis, dass eine falsche Ernährung die Krankenkassen Milliarden an Beiträgen kostet, ist an Hohn nicht zu überbieten. Frontal spielt sich als Moralapostel auf und macht nichts anderes, als sich mit erhobenem Zeigefinger vor das Volk der Unwissenden zu stellen und einen Sachzusammenhang zwischen dem Übergewicht der Leute und der AOK-Karte herzustellen. Eine gewagte Behauptung, zumal man sich davon distanzieren kann und dies in subtiler Art dem Leser überlässt.
Wie viele Leute sind über gewichtig, wie viele davon haben die AOK Plus-Karte???
Der Vorstandsvorsitzende:
Alle Achtung! Wenn man in so einer Position sitzt und dann nichts besseres zu sagen hat, wie in dem Interview, ist es wohl mit der Vorbildfunktion nicht so weit her geholt.
Jeder Servicemitarbeiter am Telefon wird tagtäglich mit x-fach übleren Fragen "überfallen", als der Herr Vorstandsvorsitzende und liefert dabei aber eine bessere Figur ab.
Ach ja....ich bin privat versichert.


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