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21. März 2010
 

heute-Nachrichten

 
Kreditkarte mit Vorhängeschloss. Quelle: imago

BKA geht gegen Kreditkarten-Betrüger vor

Deutschlandweit Durchsuchungen in 46 Wohnungen

Schlag gegen Internet-Betrüger. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bonn haben über 200 Beamte bundesweit 46 Wohnungen durchsucht. Die Beschuldigten sollen in Kreditkarten-Kriminalität verwickelt sein.

 
 
 

Die Beschuldigten sollen Verantwortliche und Mitglieder eines Internetforums sein, das unter anderem als Plattform für den Austausch und Handel mit Kreditkartendaten, Kontodaten und Anleitungen für Dokumentenfälschungen diente.

Auch Österreich betroffen

Mit der Aktion sei erstmals ein bedeutsamer Schlag gegen die deutschsprachige "Underground Economy" gelungen, erklärte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) Jörg Ziercke. Auch in Österreich wurden laut BKA vier Objekte durchsucht. Drei Menschen wurden vorläufig festgenommen, ein Österreicher sitzt in Untersuchungshaft.

 

Der Aktion gegen die mutmaßlichen Internet-Betrüger gingen Ermittlungen von mehr als einem Jahr voraus. Am Dienstag wurden dann schließlich die Wohn- und Arbeitsräume von insgesamt 50 Menschen durchsucht. Dabei wurden auch zahlreiche Computer und Datenträger beschlagnahmt.

 

Die Polizei beobachte, dass sich diese Art von "Cybercrime"-Straftaten zu einem lukrativen und vermeintlich sicheren Geschäft für Straftäter entwickele, erklärte Ziercke. So sei die illegale Nutzung von Kreditkartendaten durch die Internetforen so einfach wie nie zuvor geworden. Diese sogenannten Carding-Straftaten seien auf dem besten Weg, zum "Ladendiebstahl des 21. Jahrhunderts" zu werden, warnte der BKA-Präsident.