Geiz kann weh tun: Bei der Eröffnung eines Elektronikfachmarkts in Berlin wurden mehrere Menschen verletzt. 5000 Schnäppchenjäger drängelten - die angerückte Polizei-Hundertschaft kapitulierte schließlich vor dem Käufer-Ansturm.
Wie die Polizei am Vormittag mitteilte, drängelten sich die Menschen dermaßen vor den Eingängen des neuen Marktes am Berliner Alexanderplatz, dass eine große Scheibe zu Bruch ging.
Die Eröffnung des Marktes, der Teil eines großen Einkaufszentrums ist, war für Mitternacht angesetzt und von einer umfangreichen Werbekampagne mit zahlreichen Sonderangeboten begleitet worden. Der Andrang überstieg dann aber doch die Erwartungen. Die Polizei war eigenen Angaben zufolge mit 100 Beamten vor Ort.
Ihre Versuche, die Konsumwut zu kanalisieren, schlugen fehl. Nach zwei Stunden musse das Geschäft wieder geschlossen werden. Von da an durften nur noch diejenigen kaufen, die es bis dahin in die Verkaufsräume geschafft hatten.

Schnäppchenjäger zeigen sich in Internetforen geschockt von dem großen Besucher-Ansturm: "Wir können froh sein, dass niemand totgetrampelt wurde", berichtet ein Nutzer. Ein weiterer Kunde schreibt: "Da war die Hölle los! Die haben völlig die Kontrolle verloren."
Um 5 Uhr wurde der Laden schließlich ganz geschlossen und erst gegen 8.00 Uhr wieder geöffnet, ebenso wie die meisten anderen Geschäfte in dem Zentrum. Seither verlief das Marktgeschehen "ruhig", wie der Polizeisprecher sagte.
Die Deutsche Polizeigewerkschaft protestierte gegen "solchen Unsinn". Polizisten würden mit solchen Einsätzen von wichtigeren Aufgaben abgehalten, hieß es.