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Weltenbrand  |  18.09.2012 

Der Erste Weltkrieg

Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts

Das 20. Jahrhundert, das so faszinierend war wie furchtbar, hat den Deutschen mehr vom Guten wie vom Bösen auferlegt als jedes andere zuvor: mehr Leid und Tod, mehr Wohlstand und mehr Fortschritt. 

Weltenbrand - Chronologie des Ersten Weltkrieges / Quelle: zdf

Chronik Erster Weltkrieg

Informieren Sie sich über wichtige Daten und Ereignisse des Ersten Weltkrieges.

(25.09.2012 Quelle: zdf)

Teil 1: Sündenfall

Kaum jemand dachte an den Ausbruch eines großen Krieges, als die Welt am 28. Juni 1914 von der Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajewo erfuhr.

(18.09.2012)

Teil 2: Fegefeuer

Charles de Gaulle und Hermann Göring im Ersten Weltkrieg in der Schlacht bei Verdun.

(25.09.2012)

Teil 3: Völkerschlacht

US-General George S. Patton trägt zum Sieg der Alliierten mit seinen Panzern maßgeblich bei. Wie sein Kontrahent Walter Model von der Wehrmacht hat auch Patton bereits im Ersten Weltkrieg gekämpft.

(02.10.2012)

von Prof. Dr. Guido Knopp

Es begann mit einer Zeit der Katastrophen von 1914 bis 1945: Zwei mörderische Kriege, Wirtschaftskrisen, der Aufstieg unmenschlicher Ideologien, die die Welt beglücken  wollten, und sie nur ins Unglück stürzten. Je mehr Abstand wir von dieser Epoche haben, umso mehr wird deutlich, dass es ein Weltbürgerkrieg war – 31 Jahre lang. Der Zweite Weltkrieg speist sich aus dem Ersten. Dazwischen gab es keinen echten Frieden, nur die Zwischenkriegszeit. Es war der "Dreißigjährige Krieg des 20. Jahrhunderts", eine globale Auseinandersetzung von nie gekanntem Ausmaß.

Epischer Kampf der Mächte

"Weltenbrand" beleuchtet in drei Folgen, die am Anfang einer achtteiligen Reihe stehen, wie in den Jahren 1914 bis 1918 die Weichen gestellt wurden für diesen drei Jahrzehnte dauernden Konflikt. In diesem epischen Kampf der Mächte und Ideologien wurden Abermillionen Menschenleben ausgelöscht; Krieg und Not prägten ganze Generationen. Erst mit dem Ende des Kalten Krieges, mit dem Wendejahr 1989, begann die Welt, die Folgen dieses Konflikts zu überwinden.

Filmsequenzen aufwändig per Hand koloriert

Für die Dokumentarreihe "Weltenbrand" recherchierten Autorenteams in Dutzenden von Archiven. Historische Filmsequenzen wurden restauriert und von Spezialisten per Hand koloriert. Erst moderne Computertechnik ermöglicht es, solch aufwändige Arbeiten in größerem Umfang zu leisten. Das Ergebnis ist verblüffend: In HD-Qualität und in Farbe erscheint die fern wirkende Vergangenheit gar nicht mehr so unzugänglich, sondern ganz nah: Die Kolorierung erleichtert dem heutigen Zuschauer die Distanz zu überwinden – denn es ist keine fremd wirkende "schwarzweiße" Welt, in der sich die Schrecken des Krieges abspielen, sondern eine reale und vertraute Welt.

Diese Bearbeitung des historischen Materials ist keine Manipulation, sondern eine technische Verbesserung, die den Zeitgenossen damals keineswegs fremd war. Auch sie sahen die Reduzierung der Welt auf schwarzweiße Bilder als Mangel, als Verlust von Realismus. "Schwarzweiß" war in der Frühzeit des Films keine künstlerische Entscheidung, sondern die Folge mangelnder technischer Möglichkeiten. Wir haben uns entschieden, unsere modernen Möglichkeiten zu nutzen, um diesen Mangel zu beheben.

Weltenbrand - alle Sendungen

Sündenfall, 21. Januar, 20.15 Uhr

Kaum jemand dachte an den Ausbruch eines großen Krieges, als die Welt am 28. Juni 1914 von der Ermordung der österreichisch-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajewo erfuhr. Doch als vier Wochen nach dem Attentat Österreich-Ungarn Serbien den Krieg erklärte, löste es damit eine Kettenreaktion aus, an deren Ende ganz Europa und die Welt brannten.

Für die Dokumentar-Reihe "Weltenbrand" recherchierten Autoren-Teams weltweit in Archiven. Historische Filmsequenzen wurden restauriert und von Spezialisten per Hand koloriert.

Fegefeuer, 21. Januar, 21.00 Uhr

Der Name der französischen Festungsstadt Verdun wurde 1916 zum Menetekel für das Massensterben auf den Schlachtfeldern des 20. Jahrhunderts. Die hohen Militärs sprachen von einer "Blutpumpe", die Frontsoldaten nannten es die "Hölle von Verdun". Mehr als 700 000 Soldaten starben, wurden verwundet oder blieben vermisst, ohne dass sich der Frontverlauf wesentlich änderte. Die Dokumentation zeigt eindringlich, wie eine ganze Generation durch das "Fegefeuer" des Krieges ging.

Völkerschlacht, 21. Januar, 21.45 Uhr

Eingeleitet durch ein fünfstündiges Trommelfeuer aus 6 600 Geschützrohren, traten am 21. März 1918 über eine Million deutsche Soldaten zu einer massierten Offensive in Frankreich an - Deckname "Michael". Die deutsche Armeeführung erhoffte sich von diesem Befreiungsschlag den Durchbruch im vierten Jahr eines Stellungskrieges, der unermessliche Todesopfer gefordert hatte, ohne Boden gutzumachen. Der Film erzählt den bewegten Verlauf der Völkerschlacht im letzten Kriegsjahr anhand der Erfahrungen zweier junger Offiziere, die ein Vierteljahrhundert später im Zweiten Weltkrieg zu prominenten Widersachern wurden: Hitlers Generalfeldmarschall Walter Model und US-Panzergeneral George S. Patton.

18.09.2012, Quelle: ZDF

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