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aspekte  |  11.01.2013 

Die Antisemitismus-Keule

Jakob Augstein am Pranger

Im Ranking der zehn schlimmsten antisemitischen Phrasendrescher der Welt, zwischen den üblichen Verdächtigen aus dem Iran und der ägyptischen Muslimbrüderschaft, überrascht dieses Jahr ein Name aus Deutschland. Platz neun geht an Jakob Augstein: Journalist, Verleger und Lieblings-Gast in deutschen Talkshows. 

Verlegers Jakob Augstein

(11.01.2013)

von Philipp Rimmele

Den zweifelhaften Ehrenplatz auf der Liste des Bösen hat ihm das Simon Wiesenthal Zentrum in Los Angeles verliehen, immerhin die größte jüdische Menschrechtsorganisation. Für sie scheint die Gleichung einfach: Wer die Politik der israelischen Regierung kritisiert, wie Augstein das in seinen Online-Kolumnen tut, gehört ins Lager der Judenhasser. Basta.

Kritik an israelischer Politik automatisch 'antisemitisch'?

Erstaunlicherweise blieben in Deutschland die üblichen Reflexe aus. Namhafte Politiker von links bis rechts sprangen Augstein bei, selbst der Zentralrat der Juden in Deutschland, gewöhnlich fest an der Seite der israelischen Politik, verteidigte den Publizisten.

Man muss Augsteins Thesen nicht teilen, aber ist Kritik an der israelischen Politik wirklich automatisch 'antisemitisch'? Oder wird der Begriff dadurch verwässert und relativiert? Dass pauschaler Judenhass keinesfalls verschwunden ist, sondern eher wieder wächst - wie jüngste Studien belegen -, macht die Gemengelage nicht einfacher.

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Jakob Augstein auf dem blauen Sofa

11.01.2013

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