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aspekte  |  30.11.2012 

Die Themen vom 30. November 2012

Die Themen des Kulturmagazins am Freitag: 

Szenenbild "Müll im Garten Eden" / Quelle: corazón international/Hervé Dieu

"Müll im Garten Eden"

(Quelle: corazón international/Hervé Dieu)

"Müll im Garten Eden" - Starregisseur Fatih Akin als Umweltaktivist

Als Regisseur Fatih Akin auf der Suche nach seinen Wurzeln 2005 das kleine Dorf seiner Großeltern an der türkischen Schwarzmeerküste besucht, ahnt er noch nicht, dass daraus ein Langzeitprojekt werden wird. Denn das naturverbundene Dorfleben inmitten paradiesischer Teeplantagen ist in Gefahr: eine gigantische Mülldeponie soll gebaut werden. Akin schließt sich dem Protest der Bewohner von Çamburnu an, beginnt, einen Dokumentarfilm über den Umweltskandal zu drehen – hofft, mit seiner Prominenz für internationale Aufmerksamkeit zu sorgen und den Bau zu stoppen. Vergeblich – die Müllkippe kommt und mit ihr bestialischer Gestank, Verschmutzung durch Vogelschwärme und streunende Hunde und verseuchtes Grundwasser. Über sechs Jahre begleitet Fatih Akin die zum Himmel stinkende Ungerechtigkeit, sein Dokumentarfilm "Müll im Garten Eden" startet am 6. Dezember in den Kinos.

"Müll im Garten Eden"

Deutschrock-Band "Frei.Wild" – umstritten und erfolgreich

Die Deutsch-Rock-Band "Frei.Wild" füllt Großstadthallen und ihre Konzerttouren sind regelmäßig ausverkauft. Mit zwei Platten hintereinander haben sie es auf Platz zwei der deutschen Albumcharts geschafft. Doch den vier Musiker aus Südtirol wird vorgeworfen, sie transportierten in ihren Texten völkischen Nationalismus. Die Band selbst distanziert sich öffentlich von Neonazis, und der Sänger Phillip Burger, der vor der Gründung von "Frei.wild" Mitglied einer rechtsextremen Band war, bezeichnet dies als Jugendsünde und fordert das "Recht auf eine zweite Chance". Was stimmt nun?

Die Deutschrock-Band "Frei.Wild"

Wer war Nofretete wirklich? Frauenpower vor 3500 Jahren

Die Büste der Nofretete gilt - seit sie der Deutsche Ludwig Borchardt vor 100 Jahren, am Nikolaustag 1912, im ägyptischen Amarna ausgegraben hat - weltweit als Symbol der Schönheit. Millionen Menschen pilgern alljährlich auf die Berliner Museumsinsel, um sie zu bewundern. Wie mächtig Nofretete tatsächlich vor 3500 Jahren wurde, dass sie weit mehr war als die gut aussehende "first lady" an der Seite des Pharao Echnaton, enthüllt jetzt der Heidelberger Kulturwissenschaftler Franz Maciejewski in seinem Buch "Nofretete - die historische Gestalt hinter der Büste". Nofretete steht für frühe Frauenpower - wie sie auch ab dem 6. Dezember im Berliner Ägyptischen Museum in der Jubiläumsausstellung "Im Licht von Amarna - 100 Jahre Fund der Nofretete" zu sehen sein wird.

Wer war Nofretete wirklich?

Alexis Jennis sensationeller Debütroman

Am 10. Dezember 2012 erhält Europa den Friedensnobelpreis. Die Begründung: Es habe über sechs Jahrzehnte zur Förderung von Frieden und Versöhnung beigetragen. Aber stimmt das überhaupt? Alexis Jenni, Biologielehrer, Schriftsteller und Autor des Romans „Die französische Kunst des Krieges“ , der letztes Jahr die höchste literarische Auszeichnung Frankreichs, den Prix Goncourt, erhielt, macht da zumindest Einschränkungen. Wir, die wir glauben, in einer Epoche des Friedens aufgewachsen zu sein - so die These seines Romans - haben den Krieg lediglich tabuisiert und verdrängt, das Morden und Töten verlagert und in ferne Länder exportiert. Der Krieg durchzieht bis heute untergründig alle westlichen Gesellschaften.

"Die französische Kunst des Krieges"

Meister der Mode - die fantastische Welt des Valentino

1959 eröffnete Valentino, bürgerlich Valentino Garavani, im Alter von 27 Jahren in Rom sein Modehaus, und schnell wurde er zum Couturier der Schönen, Berühmten und angesichts der Preise vor allem Reichen. Filmstars wie Audrey Hepburn und Grace Kelly goss er seine sogenannten Göttinnenkleider auf den Leib, Jackie Kennedy ehelichte Aristoteles Onassis in einer Robe von Valentino. Fast 50 Jahre lang währte Valentinos Karriere, bis er sich 2008 aus dem Geschäft zurückzog. Jetzt feiert eine große Retrospektive im Londoner Somerset House sein Schaffen.

30.11.2012

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