Dreharbeiten zu "Skyfall"
Skyfall - Wie gut ist James Bond nach 50 Dienstjahren?
50 Jahre „Geschüttelt nicht gerührt“ haben ihre Spuren hinterlassen. James Bond ist ein Wrack. Sein Finger zittert am Abzug, seine Befähigungsprüfung vermasselt er mit Bravour und mit der Libido ist es auch nicht mehr weit her. Bond ist erwachsen und ein wenig müde geworden und vielleicht gerade deswegen besser als seit Jahrzehnten.Zum 50. Dienstjubiläum als Agent ihrer königlichen Majestät kehrt 007 wieder zu seinen Wurzeln zurück: zwar dunkler, realistischer und zeitgemäßer, aber wieder mit dem alten Witz, dem klassischen Aston Martin und endlich mal wieder einem Bösewicht von Weltformat (Javier Bardem). Regisseur Sam Mendes („American Beauty“) hat Bond eine Frischzellenkur verpasst und schafft mit weniger Action mehr Spannung. Der neue James Bond: "Skyfall"Die Volkskrankheit Burnout im Spiegel der Kunst
Jede Zeit hat ihre Krankheiten. Was im 19. Jahrhundert Hysterie und Schizophrenie waren, sind heute Depression und Burnout. Burnout, mittlerweile zur Volkskrankheit erklärt, ist allgegenwärtig spätestens seit Prominente wie Miriam Meckel oder Tim Mälzer öffentlich über ihren Burnout sprechen. Vom gestressten Grundschullehrer bis zum Hochleistungssportler, immer mehr Menschen sagen, dass sie darunter leiden. Die Krankenkassen melden seit 2004 eine Zunahme der Krankmeldungen um 70 Prozent. Bei der Weltgesundheitsorganisation ist Burnout jedoch nicht als Krankheit klassifiziert.In Wien beschäftigt sich derzeit eine Ausstellung aus künstlerischer Perspektive mit dem Thema: "Keine Zeit - Wenn die Seele zur Arbeit geht". Der Künstler war einst das Gegenmodell zum leistungsorientierten und fremdbestimmten Arbeiter. Heute ist der Künstler zum Vorbild für den flexiblen, sich selbst ausbeutenden „Ich-AGler“ geworden. Die Trennung zwischen Privatleben und Arbeit ist aufgehoben und der Markt greift auf die Privatsphäre als Ressource durch, so Kulturphilosoph Diedrich Diederichsen. Der Künstler Stefan Panhans zeigt in seinen Videos Figuren, die schon durch die Entscheidung für ein bestimmtes Produkt in Erschöpfungszustände abgleiten, oder klar machen, dass bei einem Casting das Wichtigste ist „einfach Du selbst zu sein, aber ‚at its best’“. Eine Momentaufnahme zu einem vieldiskutierten Phänomen. "Burnout" in der KunstKeine Heizung, kein Bad und kein Auto
Je komplexer der Alltag, desto größer die Sehnsucht nach Vereinfachung. Reduktion auf das Wesentliche, Entschleunigung, weniger ist mehr – d i e Glücksfloskeln für überforderte Städter. Aber wie wenig, wie viel braucht der Mensch? Anni und Alois leben seit über 50 Jahren auf einem Einödhof im Bayrischen Wald. Ohne Bad, ohne Heizung, ohne Auto, ohne Urlaub. Die überzeugten Selbstversorger leben im Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten, die Meister des Weglassens vermissen nichts und wollen mit niemandem tauschen. Das einfache Leben ein Traum? Schaumermal!Die Filmemacherin Julia Seidl hat das Bauernpaar über Jahre begleitet. Ihr Buch „Anni und Alois. Arm sind wir nicht“ erscheint am 26.10 im Verlag Ludwig und ist Anlass für einen aspekte-Hausbesuch. Hausbesuch bei Anni und Alois"Fraktus" - Das Geheimnis einer Band
Mal angenommen: Es hat eine Band gegeben, die hat bereits 1980 den Techno erfunden. Ihre Klangrevolte war so groß, dass Musiker wie WestBam, Scooter oder Jan Delay noch heute von ihnen schwärmen. Dabei weiß keiner, wo diese Band abgeblieben ist und warum sie überhaupt verschwand. Mal angenommen, sie hieß „Fraktus“ und ein Journalist macht es sich zur Aufgabe, die drei Avantgarde-Musiker 2012 wieder zusammenzubringen. Den Mythos wieder leben lassen!Davon geht der Film „Fraktus - das letzte Kapitel der Musikgeschichte“ aus. Wer steckte hinter Fraktus und was entsteht, wenn man versucht, eine Legende wiederauferstehen zu lassen? In diesem Fall ein hochkomischer und skurriler Film - und eine kleine Konzert-Tournee. Unter Beteiligung von Heinz Strunk, Rocko Schamoni, Jaques Palminger und anderen. Fraktus-Geheimnis einer Band"Babylon" - eine Oper von Sloterdijk und Widmann
Eine große Oper über Schönheit und ihre Zerbrechlichkeit haben sie geschrieben: Jörg Widmann, Deutschlands energetischster Komponist und Peter Sloterdijk, Deutschlands schillerndster Philosoph. An diesem Samstag ist in München die Uraufführung. Hauptperson der grotesken Mythenshow ist Inanna, die Göttin der Liebe, hinreißend gesungen von Anna Prohaska. Erzählt wird die Geschichte der Zivilisation: Babylon als erste Megacity, einschüchternd, aber kein Ort des Größenwahnsinns, sondern der Toleranz und der Vielfalt, Babylon – die Wiege der Globalisierung.aspekte hat vorab gehört und gesehen: Widmanns postmoderner musikalischer Stilmix und die skizzenhafte und doch überwältigende Inszenierung von Carlus Padrissa (Fura dels Baus) - ein Inferno von sieben mal sieben Tagen und Nächten. "Babylon" - Inferno mal siebenUnd zum guten Schluss:


