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aspekte  |  14.12.2012 

Helden heute

Ein notwendiger Nachruf?

Ein Held ist ein Mensch, dem ein Ideal, eine Sache oder eine Überzeugung im Entscheidungssfall mehr gelten als die eigene Existenz, heißt es in einer Definition. Aber ist es nicht klüger feige zu sein, um in Ruhe gelassen zu werden oder zu überleben? 

Für viele ein Held: Felix Baumgartner

Brauchen wir Helden oder sind sie ein Auslaufmodell? Christhard Läpple geht gemeinsam mit der mutigen Malerin Katrin Hattenhauer aus der Heldenstadt Leipzig und Heiner Geißler auf Heldensuche.

(14.12.2012)

Werden Helden heute noch gebraucht?

Heiner Geißler im Gespräch mit Redaktionsleiter Christhard Läpple.

(07.12.2012)

Eine Heldin der 1989er Revolution

Christhard Läpple im Gespräch mit der Malerin Katrin Hattenhauer - Mitinitiatorin der Leipziger Montagsdemonstrationen 1989: Gibt es heute noch Helden? Mit Zielen, für die es sich zu kämpfen lohnt?

(14.12.2012)

von Christhard Läpple

Siegfried der Drachentöter, Sophie Scholl oder Martin Luther King sind Helden der Vergangenheit. Jede Epoche braucht und schafft ihre Helden. Und das Publikum liebt es, sie stürzen zu sehen. In der Antike, im Mittelalter und bis in unsere Zeit waren Helden meistens männlich, Kämpfer und Krieger. Mit ihrem Erfolg standen oder fielen Familie, Sippe oder das Volk. Die Besten bildeten die "Aristoi", die Aristokraten.

Auslaufmodell Held?

Aber wie ist es heute bestellt um Heldentum in der modernen Talkshowgesellschaft? Gibt es überhaupt noch Helden? Haben wir Ziele, für die es sich lohnt zu kämpfen? Brauchen wir Helden oder sind sie ein Auslaufmodell? aspekte geht gemeinsam mit der Malerin und Bürgerrechtlerin Katrin Hattenhauer und Heiner Geißler auf Heldensuche.

Buch- und CD-Tipps zum Fest

"Wütend schritt ich voran"

Hier einige Empfehlungen für den Gabentisch. Echte, falsche und musikalische Helden für die Tage vor und nach den Feiertagen zum Verschenken oder einfach selbst Behalten:

Michael Klonovsky: Der Held. Ein Nachruf

Michael Klonovsky. Der Held – ein Nachruf, Diederichs / Quelle: Diederichs

Hilfe – es gibt keine Helden. Nur noch Männer, die im Sitzen pinkeln und Frauen, die ihrer Kinder(wunsch-)losigkeit huldigen. In seiner kurzen Streitschrift polemisiert Kolonovksy heftig gegen moderne "Befindlichskeitskrüppel" und "Schrumpfmänner". Herrlich einseitig.

Verlag: Diederichs

Rainald Götz: Johann Holtrop

Rainald Goetz: Johann Holtrop. Abriss der Gesellschaft, Suhrkamp / Quelle: Suhrkamp

Götz schildert die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Managers Holtrop. ("Wütend schritt ich voran"). Nichts hält den Ehrgeizling - getrieben von Allmachtphantasien, Eitelkeit und Verachtung gegenüber Untergebenen - auf. Eine einzige Anspielung auf den früheren Vorstandschef von Bertelsmann, Thomas Middelhoff. Ein Sittengemälde der Republik und ein grandioser Roman.
Verlag: Suhrkamp

Jürgen Hohmuth: Wracks am Ende der Welt

Jürgen Hohmuth: Wracks am Ende der Welt,  / Quelle: Koehler & Amlang

Der Fotograf Jürgen Hohmuth bereiste immer wieder Kap Hoorn. Er dokumentiert einen der größten Schiffsfriedhöfe der Welt mit bizarren Beispielen gestrandeter Boote aller Größen und Nationen. Momentaufnahmen der Vergänglichkeit. Ein beeindruckender Fotoband.
Verlag: Koehler & Amlang

Jessica Gall: Riviera

Jessica Gall: Riviera / Quelle: Herzog Records

Die junge Berliner Sängerin legt mit "Riviera" bereits ihr drittes Album vor. Titel voller Sehnsucht, bereit zum Ablegen aus dem Alltag. Hinaus auf die unendlichen Ozeane, wo Grenzen zwischen Pop und Jazz am Horizont verschmelzen. Zum Träumen.
Label: Herzog Records

Leszek Możdżer, Michael Wollny, Iiro Rantala

Leszek Możdżer: Komeda, ACT Music

Drei Pianisten, sechs Hände und ein Wahnsinnskonzert neulich in der Berliner Philharmonie. Ob Johann Sebastian Bach, Chick Corea oder meisterhafte Eigenkompositionen, ob im Solo, Duo oder Trio - hier sind drei junge Superstars an den Tasten. Unbedingt empfehlenswert: Leszek Możdżer und sein Album "Komeda", Michal Wollny mit "Wasted & Wanted" und der Finne Iiro Rantala mit "My history of Jazz". Atemberaubende Aussichten: Der Jazz hat Talente und Zukunft.
Label: ACT Music

14.12.2012

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