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16.11.2012 

Themen vom 16. November 2012

Die Themen des ZDF-Kulturmagazins am Freitag: 

Paula Lambert und Helmut Ziegler: Brüste - Das Buch, Rogner & Bernhard / Quelle: Rogner & Bernhard

Brüste - Das Buch

(Quelle: Rogner & Bernhard)

Die Kulturgeschichte des Busens

Obwohl wir dem nackten Busen und seiner kommerziellen Verwertung im Alltag quasi kaum entkommen können, sorgen entblößte Brüste noch immer für Aufregung. Der weibliche Busen ist schon seit langer Zeit eine Projektionsfläche für alle möglichen gesellschaftlichen und kulturellen Kräfte, Interessen und Gruppen. Die Frauen müssen damit leben, dass das von den Medien propagierte Idealbild der weiblichen Brust ständigen "konjunkturellen" Schwankungen unterliegt: Mal soll er flach sein, mal voluminös, aber auf jeden Fall ist der "reale Busen", so die australische Feministin Germaine Greer, "nie genau richtig". Die Kulturgeschichte „Die Brüste. Das Buch“ beleuchtet nun den Busen in all seinen kulturellen, gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und politischen Facetten und versucht, Frauen wie Männer mit einem Organ zu "versöhnen", das nicht nur ein kulturelles Symbol ist, sondern zu den erregungsempfindlichsten Zonen des menschlichen Körpers gehört.

Lust und Frust der Brust

Vision "Europa"?

Venedig versinkt in Wasserfluten. Venedig, große europäische Handelsmetropole vergangener Jahrhunderte, heute längst Klischee gewordenes, verklärtes "Altes Europa": eine Stadt mit leerem Säckel, die prächtigen Palazzi im Ausverkauf. Und trotzdem ein Touristentraum. Noch. Venedig - kann es dieser Tage ein besseres Sinnnbild geben für einen anderen Traum am Abgrund: Europa? In wenigen Wochen erhält die Europäische Union den Friedensnobelpreis, gleichzeitig sieht es auf den Straßen europäischer Städte in diesen Tagen aus wie kurz vor einem Bürgerkrieg: Aufstand der Armen. Aber - geht es ihnen um "Europa" oder um nicht mehr und nicht weniger als soziale Gerechtigkeit, um Arbeit und eine Zukunft? Von "Scheitern" und "Untergang" Europas ist wieder einmal die Rede. Aber ist nicht - anders gefragt - der Zusammenschluss protestierender Bürger über alle Ländergrenzen hinweg auch ein Beleg für die Existenz von Gemeinsamkeit, ebenso wie für junge Europäer längst selbstverständliche Errungenschaften wie Meinungs- Arbeits- und Reisefreiheit? Sind die Interessen von Bankern, Unternehmen und Politikern tatsächlich untrennbar verbunden mit dem Schicksal des Projekts "Europa"? aspekte mit Stimmen einer Bestandsaufnahme der "Vision Europa".

Vision Europa?

Videokünstler Julian Rosefeldt

Julian Rosefeldt ist ein Bildmagier. Mit hollywoodmäßigem Aufwand inszeniert er Filme für seine großen Installationen. Die Protagonisten, vom Asylbewerber über den Stuntman bis zum Westernhelden, ästhetisiert und verfremdet er. Dabei lässt er Klischees ins Tragikkomische abgleiten. In dem Film „The International“ von Tom Tykwer waren seine Videoinstallationen im furiosen Showdown in der Kulisse des Guggenheimmuseums in New York zu sehen. Jetzt zeigt die Wiener Kunsthalle unter anderem seine Fünf-Kanal-Installation „Meine Heimat ist ein dunkles, wolkenverhangenes Land“. Überwältigende Bilder vom deutschen Wald in Caspar David Friedrich-Stimmung. Rocker singen Schubert und Festredner greifen zur Kettensäge.

Keine Angst vor schönen Bildern

Frankreichs Pop-Star Benjamin Biolay

Er sieht aus wie Alain Delon und komponiert wie Mozart: Benjamin Biolay, Star der "Nouvelle Chanson Francaise", obwohl er dieses Etikett selbst ablehnt. Auch als legitimer Erbe Serge Gainsbourgs wird er gefeiert, aber auch das lehnt er ab - auch wenn es einige Parallelen im musikalischen, wie auch persönlichen Werdegang gibt. Biolay - derzeit wahrscheinlich der erfolgreichste französische Musiker und Sänger. Seit einiger Zeit macht er auch als Schauspieler auf sich aufmerksam, vier Filme hat er gerade abgedreht. Was ist dieser Mann, der in Frankreich als Snob gilt, für ein Typ?

Der Alain Delon des Pop-Chanson

Internationaler Hochhauspreis 2012

Hochhäuser genossen lange einen schlechten Ruf als umweltschädliche Monster. Das ist vorbei. Vor allem in den Megacities Asiens und Südamerikas lassen sich die Probleme ohne Verdichtung der Städte nicht lösen. Den einzigen internationalen Architekturpreis speziell für Hochhäuser vergeben die Stadt Frankfurt am Main, das Deutsche Architekturmuseum und die Deka-Bank - in diesem Jahr zum fünften Mal. Das Finale um den Internationalen Hochhaus Preis (IHP) 2012 ist entschieden: Das Bürohochhaus "1 Bligh Street" in Sydney gewinnt den mit 50.000 Euro dotierten Wettbewerb um das weltweit innovativste Hochhaus. Architekten sind Christoph Ingenhoven (ingenhoven architects) und Ray Brown (Architectus).

16.11.2012

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