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aspekte  |  23.11.2012 

Themen vom 23. November 2012

Die Themen des Kulturmagazins am Freitag: 

Ernst Umhauer und Emmanuelle Seigner in "In ihrem Haus" / Quelle: Mars Distribution

Ernst Umhauer und Emmanuelle Seigner

Szenenbild "In ihrem Haus": Claude und die Mutter seines Freundes.

(Quelle: Mars Distribution)

Liebe, Leben, Alter: Mario Adorf persönlich

Vom Frauenmörder über Mussolini bis zum Papst - er hat schon alles gespielt: Der 82jährige Mario Adorf ist einer der renommiertesten und populärsten deutschen Schauspieler. In den fast 60 Jahren seiner Karriere spielte er in 150 Kino- und Fernsehfilmen. In seinem neuen Kinofilm "Die Libelle und das Nashorn" der jungen Regisseurin Lola Randl spielt Mario Adorf, was er auch im wirklichen Leben ist: einen lebenserfahrenen, berühmten Leinwandstar, der auch Bücher schreibt und singt. aspekte sprach mit Mario Adorf über sehr persönliche Fragen wie auch sein reiches Schauspielerleben.

Stimme aus der Schweiz: Die Musikerin Sophie Hunger

"The Danger of light", "Die Gefahr, die vom Licht ausgeht", so heißt die neueste Platte von Sophie Hunger, dem derzeit größten Pop-Export der Schweiz. Auch wenn der Albumtitel, wie alles bei Hunger intuitiv, spontan, ja beinah unbewusst entstanden ist: er trifft das Wesen dieses 29-jährigen, viersprachig singenden und drei Instrumente spielenden Wunderkinds doch ganz gut: ein wenig scheu, lichtscheu. Sophie Hungers bedeutungsschwere Songs passen zum schummerigen Herbstlicht, ihre Jazz-Soul-Folk-Melanges bewegen sich eher in dunkleren, abseitigen Gefilden. aspekte traf sie auf ihrer aktuellen Tour in Berlin; eine Sängerin, die fussballspielend über Atheismus, idiotischen Glauben an eine eigene Identität und über die "Blue Note" philosophiert.

"In ihrem Haus" – "Thriller-Komödie" von François Ozon

François Ozons neuer Film "In ihrem Haus" ist Komödie, Melodram und Psychothriller zugleich: Der junge Claude hat sich unter einem Vorwand in das Haus eines Mitschülers geschlichen und liefert seinem Lehrer Germain druckreife literarische Abhandlungen über die Familie dieses Mitschülers ab. Für eine gute Geschichte ist Claude bereit, bis zum Äußersten zu gehen: Er verführt die Mutter, den Sohn und - sogar den Vater? Hat er das alles wirklich erlebt oder ist es einfach nur ein Produkt seiner Fantasie? Sein Lehrer weiß es nicht und auch für den Zuschauer verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion immer mehr.

Philosophie-Star Byung-Chul Han

Der Eros besiegt die Depression. Das ist das Credo des neuesten Buchs des 53-jährigen Philosophen Byung-Chul Han, "Die Agonie des Eros". Der gebürtige Koreaner ist einer der radikalsten Denker Deutschlands. Seine Bücher sind ungewöhnlich kurz, aber gehaltvoll und für einen Philosophen sehr meinungsstark. Han ist ein leidenschaftlicher Denker, der die Übertreibung zu seinem Stilmittel erklärt. Er sagt: "Die Wahrheit liebt es, sich zu verbergen".

In seinem neuesten Buch "Die Agonie des Eros" analysiert er das Verschwinden der Liebe zugunsten eines extremen Narzissmus. Der Andere wird zum Sexualobjekt, das man problemlos austauschen kann. Gleichzeitig gibt es aber keine erotische Erfahrung mehr, weil alles problemlos konsumierbar und austauschbar wird, auch die Liebe.Für Han ist die Lösung eine Wiederkehr des Eros im antiken Sinn, der uns ermöglichen kann, den Anderen wieder zu lieben und die Depression zu überwinden.

Der perfekte Debütant: Chad Harbach

Die amerikanische Literaturszene hat einen neuen Helden: Chad Harbach, 37, Harvard-Absolvent. Fast 11 Jahre schrieb er an seinem literarischen Debüt "Die Kunst des Feldspiels" (Original: "The Art of Fielding") - einem Roman über das Erwachsenwerden und über Baseball - der in den USA sofort zum Bestseller wurde. Harbach erhielt schon vor der Veröffentlichung einen der höchsten Vorschüsse, der je von einem Verlag für ein Debüt gezahlt wurde.

23.11.2012

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