Venedig unter Wasser, Markusplatz
Venedig unter Wasser
von Gerald Giesecke, Benedikt Gondolf, Stefanie Heidbrink
In wenigen Wochen erhält die Europäische Union den Friedensnobelpreis, gleichzeitig sieht es auf den Straßen europäischer Städte in diesen Tagen aus wie kurz vor einem Bürgerkrieg - Aufstand der Armen. Aber: Geht es ihnen um "Europa" oder um nicht mehr und nicht weniger als soziale Gerechtigkeit, um Arbeit und eine Zukunft?Ein Kontinent, seit dieser Woche offiziell in Rezession. Deutschland eine Zuflucht: Im ersten Halbjahr zogen eine halbe Million Menschen in die Bundesrepublik - das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Es kommen vor allem Griechen, Spanier und Portugiesen.Stimmen zur "Vision Europa"
R.D. Precht: "Lage alles andere als katastrophal!"
Jan P. Albrecht: "Mehr gemeinsam handeln."
Aris Fioretos: "Europa ist etwas für die Zukunft"
Jasmina Prpić - "Frau Europas 2012"
Ilija Trojanow: "Schon viel erreicht!"
"Common Sense" Meinungs-, Arbeits-, Reisefreiheit
Von "Scheitern" und "Untergang" Europas ist wieder einmal die Rede. Aber ist nicht - anders gefragt - der Zusammenschluss protestierender Bürger über alle Ländergrenzen hinweg auch ein Beleg für die Existenz von Gemeinsamkeit, ebenso wie für junge Europäer längst selbstverständliche Errungenschaften wie Meinungs-, Arbeits- und Reisefreiheit? Sind die Interessen von Bänkern, Unternehmen und Politikern tatsächlich untrennbar verbunden mit dem Schicksal des Projekts "Europa"? aspekte mit Stimmen einer Bestandsaufnahme der "Vision Europa".Ausstellungs-Tipp
Wer sich für den Niederschlag des europäischen Ringens um "Freiheit" in der Kunst interessiert, dem sei die Ausstellung "Verführung Freiheit. Kunst in Europa seit 1945" im Deutschen Historischen Museum Berlin (noch bis 10. Februar 2013) empfohlen. Den Ausstellungsmachern ist eine einzigartige Zusammenstellung von Werken des internationalen "Who is Who" der Modernen Kunst gelungen.


