Jonathan S. Foer zu "Zero Dark Thirty"
Frank Vorpahl
Die Vorwürfe von Politikern und Journalisten an die preisgekrönte Regisseurin beziehen sich vor allem auf ausgedehnte Folterszenen, mit denen Bigelow ihren Film beginnt. Tatsächlich sind die amerikanischen Folterpraktiken, seitdem Präsident Obama die Geheimdienste wieder "an die Kette legte", in den USA kaum debattiert worden. Doch mit dem Versuch, dokumentarisch so genau wie möglich all das auf die Leinwand zu bringen, was am Ende zur Tötung Bin Ladens führte, macht Bigelow Folter nicht nur zum Thema, sondern auf beklemmende Weise spürbar.Folter-Debatte ist notwendig
"Ein höchst unbequemer, aber mutiger Film", meint der amerikanische Autor Jonathan Safran Foer, der mit seinen Roman über die Folgen von 9/11 weltberühmt geworden ist. Das derzeit so zerrissene Amerika - so Foers These - komme um eine Kontroverse über Folter, eine Debatte über seine Werte, nicht herum.Infos zum Film
Zero Dark Thirty
Regie: Kathryn Bigelow
Mit Jessica Chastain, Jason Clarke, Joel Edgerton u.a.
Filmstart: 31. Januar 2013


