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25.01.2013 

aspekte am 25. Januar 2013

Themen des Kulturmagazins am Freitag. 

Cirque du Soleil: "Tight wire" / Quelle: Laurence Labat

Cirque du Soleil: "Tight wire"

(Quelle: Laurence Labat)

Ausgeträumt? "Cirque du Soleil" im Film

Der "Cirque du Soleil" hat eine märchenhafte Erfolgsgeschichte: von einer windigen Gauklertruppe zum Weltkonzern mit Milliarden-Umsatz. Über 20 verschiedene Shows des "Cirque du Soleil" sind unterdessen auf der Welt unterwegs, der Qualitätsanspruch ist über 30 Jahre ständig gewachsen. 1300 Artisten tragen ihre Haut zu Markte. Gipfel dieser Erfolgsgeschichte ist jetzt ein Spielfilm: "Cirque du Soleil – Traumwelten". Gleichzeitig gab Cirque du Soleil in der letzten Woche bekannt, dass das Glamour-Imperium in Zukunft kürzer treten muss. 400 Mitarbeiter werden entlassen. Ist die Phantasie der Clowns und Gaukler aufgebraucht - jedenfalls im Rahmen eines globalen Show-Imperiums?

Hilflose Helfer - Fünf Jahre Unabhängigkeit im Kosovo

Seit Anfang September ist das Kosovo vollends eine souveräne Nation, 14 Jahre nach dem in Deutschland heftig diskutierten und unterstützten Kosovo-Krieg - und das beinahe ohne unsere Aufmerksamkeit. Dieses Desinteresse treibt uns der in Stuttgart lebende Kosovo-Albaner Beqë Cufaj jetzt gehörig aus, mit einem kleinen unscheinbaren Novellenbändchen. "projekt@party" nennt der Autor und Journalist seine Erzählung über die irrwitzigen Aufbau- und Reparaturprogramme von EU und UN und damit auch über "moderne Kolonialherren" in übergroßen Jeeps – kurzum, über das vermeintlich gutmenschliche Handeln mit offensichtlich schlechtmenschlichen Folgen.

Zorn-Kultur: Georg Baselitz zum 75.

Mit 75 fühlt sich Georg Baselitz, einer der letzten großen deutschen "Künstlerfürsten", immer noch jung. Und er kultiviert seinen Zorn, wenn er gegen Schriftstellerkollegen poltert oder der Berliner Nationalgalerie vorwirft, zu wenig für ihn zu tun. "Aggression ist die wichtigste Voraussetzung zum Bildermalen", sagt er, kündigt an, seine Bilder nun hinter einer schwarzen Farbschicht verschwinden zu lassen. Sein nächster Coup im großen Kunstspiel. aspekte trifft den charmanten Provokateur zu seinem Geburtstag in München.

"Arbeit" - muss das sein?

Arbeiten müssen wir alle – für den Lebensunterhalt, für die Rente, für die Kinder. Und überhaupt: Wo kämen wir auch hin, wenn Arbeit nicht mehr das Zentrum aller Lebensentwürfe wäre. Ja – wo kämen wir eigentlich hin? Filmemacher Konstantin Faigle hat sich aufgemacht, den "Mythos Arbeit" als solchen zu hinterfragen. Er zeigt, dass Arbeit für uns mehr ist als Broterwerb - eine weltliche Ideologie, eine Religion mit absurden Glaubensgrundsätzen. Sein Dokumentarfilm "Frohes Schaffen" läuft diese Woche im Wettbewerb des Max Ophüls Filmfestivals in Saarbrücken.

Tocotronic: "Wie wir leben wollen"

Sie sind wieder da: die deutsche Diskurspoplieblingsband Tocotronic. Nach einem Sabbatjahr sind sie pünktlich zum 20-jährigen Bandjubiläum mit ihrem zehnten Studioalbum "Wie wir leben wollen" zurück. Herausgekommen sind 17 Titel, die diesmal das Essentielle behandeln: Tod, Alter, Liebe, Körperlichkeit und Befreiung. Und dabei weder sentimental noch kitschig daherkommen, sondern befreiend humorvoll. Und wertungsfrei. Aber mit einem deutlichen Unterstrom: "Wenn das Lied in erster Linie ein Liebeslied ist und dann auch noch etwas Politisches dabei rüberkommt, dann ist es gelungen. In unserem Fall ist die Verschränkung der beiden Ebenen das Beste", meint der Sänger Dirk von Lotzow. Das ist ihnen gelungen. Was man vom Interview weniger behaupten kann. Oder doch?

25.01.2013

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