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Auf der Flucht - Das Experiment  Das Team Afrika

Auf der Spur der Familie Ykealo

Schauspielerin Mirja du Mont, Nazi-Aussteiger Kevin Müller und Streetworkerin Songül Centinkaya reisen in Richtung Eritrea. Von dort kommt Familie Ykealo aus Frankfurt. Salomon und Yergalem Ykealo sind beide über den Sudan vor dem Krieg in ihrer Heimat nach Deutschland geflohen. Salomon ist Deutschlehrer und schon seit 1980 in Deutschland, Yergalem seit 2006. Die beiden haben zwei Kinder. 

Auf der Flucht - Team Afrika

Kevin, Songül und Mirja

(Quelle: ZDF)

Die Reise des Teams Afrika auf der Spur der Familie Ykealo startet mit einer Nacht in einem Erstaufnahmelager in Oberursel und führt anschließend in Flüchtlingsunterkünfte nach Rom. Mit einem Schlepperboot werden Mirja, Kevin und Songül dann nach Tunesien gebracht, von wo aus sie eine Flüchtlingsfahrt nach Lampedusa nacherleben.


Endstation ihrer Reise ist Äthiopien, wo sie von der Hauptstadt Addis Abeba ins Flüchtlingscamp Bambasi reisen, das 13.000 Flüchtlinge beherbergt und wo sie die Gelegenheit bekommen, mit Flüchtlingen aus Eritea zu sprechen.

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Kevin Müller

Kevin Müller (25) rutschte bereits als Jugendlicher in die rechte Szene ab. Fast zehn Jahre war er Mitglied der rechtsextremen Szene, unter anderem auch NPD-Mitglied. Vor drei Jahren ist er ausgestiegen und hat sein früheres Leben hinter sich gelassen. Seit über zwei Jahren hält er Vorträge und organisiert Diskussionsrunden in Schulen. Er will die unterschwelligen Botschaften der rechten Szene enttarnen.

Kevin Müller: "Am meisten schockieren mich die Zustände der fast schon traditionellen Unterdrückung der Frauen und die Klarheit, hilflos zu sein. Am Überraschendsten war es für mich, dass die EU kaum etwas für Flüchtlinge tut und es den Flüchtlingen in Italien am schlechtesten geht. Mein Fazit: Mehr Rechte für Frauen, bessere Kontrollen der verwendeten Fördergelder der EU und Förderung einer One World."

Songül Centinkaya

Songül Cetinkaya (39) hat türkische Wurzeln und lebt in Berlin. Als Journalistin und Streetworkerin hat sie sich die letzten Jahre viel mit dem Thema Migration und Flüchtlingsproblematiken auseinander gesetzt und kennt beide Seiten. Gerade in Brennpunkten wie Kreuzberg und Neukölln stellt sie fest, dass viele Migranten sich ganz bewusst von der deutschen Kultur abgrenzen.

Songül Cetinkaya: "Das Schicksal der Sinai-Opfer hat mich sehr bewegt. Die Bootsflucht nach Lampedusa hat mich körperlich sehr mitgenommen. Das war eine echte Grenzerfahrung."

Mirja du Mont

Mirja du Mont (37) ist Schauspielerin und Model und hat mit ihrem Ehemann Sky du Mont zwei Kinder. Sie ist gegen Nazis und Ungerechtigkeit, sieht aber ein Problem in der sich auftuenden
Parallelgesellschaft in Deutschland. Sie selbst hat ein Patenkind in Mauretanien.

Mirja du Mont: "Das Leid jeder dieser Personen die ich kennen gelernt habe, wird immer
in meinem Gedächtnis bleiben! Ich gehe mit viel Demut in mein eigenes Leben zurück!"

Familie Ykealo

Salomon und Yergalem flüchteten beide vor dem Krieg in Eritrea. Salomon kam
bereits 1980 nach Deutschland und lernte 2006 seine jetzige Frau Yergalem kennen, die noch bis kurz zuvor als Soldatin für das Regime in Eritrea im Einsatz war.

Mit Schleppern ist Salomon, mit 17 Jahren, teils zu Fuß, teilweise mit Kamelen und Eseln über die Grenze von Eritrea in den Sudan und bis nach Karthum geflohen. Er kam alleine mit dem Flugzeug nach Deutschland. Yergalem floh ebenso über den Sudan nach Deutschland. Sie wurde bei der Grenzkontrolle in Deutschland wegen ihres gefälschten Passes aufgegriffen.

Salomon Ykealo: "Mit 12, 13 Jahren habe ich den Krieg richtig hautnah erleben müssen. Es gab immer wieder Übergriffe direkt in meinem Dorf. Als Kind habe ich einfach nicht verstanden was passiert, und für mich war es schrecklich zu sehen, wie jemand vor meinen Augen getötet wurde. Solche Bilder vergisst man nicht. Sie verfolgen mich bis heute!"

Yerkalem Ykealo: "Ich musste sechs Jahre als Soldatin in Eritrea dienen. Mein Land befand
sich immer wieder im Krieg mit Äthiopien und deshalb mussten auch Frauen in die Armee. Ich wollte aber eine Zukunft ohne Gewalt und Krieg erleben und mein Leben verändern, deshalb musste ich über den Sudan nach Deutschland fliehen."

01.08.2013
Johannes Clair, Katrin Weiland und Stephan Weidner (v.l.) im Irak

Auf der Flucht - das Experiment | 19.05.2016, 03:15

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Sechs Protagonisten begeben sich auf den Weg in die Ursprungsländer Asylsuchender in Deutschland. Sie erfahren am eigenen Leib, was es heißt, auf der Flucht zu sein. Vierteilige Reihe. [mehr]

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