Andreas Stamm am Kältepol
Die Kälte in Sibirien hat mehrere Gründe. Bergketten schotten es von wärmeren Luftströmungen aus dem Süden ab. Kaltluft aus der Polarregion hat dagegen freie Bahn. Ozeane, die als Wärmespeicher dienen, sind weit weg. Und der Schnee reflektiert das wenige Sonnenlicht. In Oimjakon kommt dazu eine Besonderheit. Kältere Luft sammelt sich im Tal, darüber liegt eine warme Luftschicht. Am Boden bildet sich so eine Art Kältestausee. Diese Inversionswetterlage hält Monate an und sorgt für die Kälterekorde.
Leben unter Extrembedingungen
Wasser als „jakutisches Feuerwerk“
Schon die Anreise nach Oimjakon war ein Abenteuer. Nach dem Flug Moskau - Jakutsk geht es 1000 Kilometer quer durch die Taiga. Immer wieder über zugefrorene Flüsse – die größte Gefahr.Besonders beeindruckt hat Andreas Stamm am kältesten bewohnten Ort der Welt das „jakutische Feuerwerk“: Man nimmt eine Tasse warmes Wasser und wirft sie in die Luft, zum Boden fällt dann glitzernder Eisregen. Und das bei momentan „nur“ minus 41 Grad Celsius.

